Vertrieb sitzt am falschen Ende des Geldstroms

21.12.2018 – Der Innendienst verwaltet sich zu einem großen Teil selbst... Wie wäre es, den Innendienst / die mittlere Führungsebene zu 25 Prozent zu reduzieren und den Wasserkopf durch einen optimierten Ablauf und Technologien zu ersetzen? Vor allem könnten die dann erzeugten Einsparungen dem Vertrieb zugute kommen und die Kunden vor allem langfristig, auch bei kleineren Vorgängen (die sich sonst nicht rechnen) besser betreut werden.

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Ich glaube, ich spreche für alle Vertriebler, dass wir von den jahrelangen Kostensteigerungen der Verwaltung keine Positiveffekte bemerkt haben, im Gegenteil! Außerdem wäre es ein Zeichen der Solidarität, wenn Gesellschaften bei sich selbst ebenfalls einsparen würden...

Ups, bin gerade aufgewacht und habe bemerkt, dass wir keine Lobby haben und am falschen Ende des Geldstroms sitzen! Am Kopfende der Tafel zu sitzen, ist halt clever! Vertrieb heißt heutzutage oft: Unbezahlter Urlaub und Überstunden, gängige Abend- / Wochenendarbeit, hohe Scheidungs- / Trennungsraten, fehlendes privates Umfeld, schlechtes Image in der Bevölkerung und zur Monatsmitte oft der Blick in den leeren Tank oder Kühlschrank.

Zukünftig wird die Branche keinen Vertrieb mehr finden und dies ist vielleicht auch gar nicht gewollt. Der „Alexa”-Direktvertrieb wird kommen, mit entsprechend niedrigeren Umsätzen, aber auch ohne kostenreibenden Innendienst und nervige Mibestimmung. Der feuchte Traum aller Controller: Hier reichen ein paar Hundert IT-ler für die Konzernführung!

Marco Mauricio Berg

info@bergvm.de

zum Leserbrief: „Vertriebler sollte da mal eine Finanzanalyse für den eigenen Bedarf machen”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Direktvertrieb · Gewerbeordnung
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