Strittig ist lediglich die Frage der Gebührenziffer

15.4.2019 – Die medizinische Notwendigkeit der Kataraktoperation mit Hilfe des Femtosekundenlasers wird von privaten Krankenversicherern eigentlich regelmäßig anerkannt. Strittig ist hingegen die Frage, ob hierfür zusätzlich nur der Laserzuschlag von 67,49 Euro je Auge nach GOÄ-Gebührenziffer 441 oder die GOÄ-Nummer 5855 aus dem Bereich der Strahlentherapie – definiert als intraoperative Strahlenbehandlung mit Elektronen – analog angesetzt werden darf. Deren Ansatz führt dazu, dass Zusatzkosten von bis zu 1.400 Euro je Auge berechnet werden.

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PKV-Verband wie auch Bundesärztekammer sehen nur GOÄ-Nummer 441 als berechnungsfähig an, weil sie keine eigenständige Leistung, sondern Teil der Zielleistung Kataraktoperation sei. Auch darüber hat das Amtsgericht Dortmund in genanntem Urteil vom 26. März 2019 (423 C 1565/18) befunden und sieht eine mit GOÄ 5855 analog abrechenbare eigenständige Leistung als gegeben.

„Das Ergebnis entspricht auch der mittlerweile für diese Art der Operation vorliegenden Rechtsprechung, wonach für den Einsatz eines Femtosekundenlasers als eigenständige Leistung die Gebührenziffer 5855 analog und nicht die Gebührenziffer 441 heranzuziehen ist (Landgericht Köln, Urteil vom 28. Februar 2018, 23 0 159/15; Verwaltungsgericht Münster, Urteil vom 11. Juni 2018, 5 K 5126/16; Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 24. Juli 2013, 5 U 43/11; Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 3. Februar 2017, 5 K 950/16; Verwaltungsgericht München, Urteil vom 8. Dezember 2016, M 17 K 16.483 [...] Landgericht Dortmund, 2 O 201/16 [...] und 2 S 35/18).”

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Krankenversicherer knapst bei moderner Behandlungsmethode”.

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Private Krankenversicherung
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