Steuerzahler zahlt für das, was über die Leistungen der Rentenversicherung hinausgeht

6.12.2023 – Würden alle Leistungen der Rentenversicherung, die diese im Interesse der Allgemeinheit auf Entschluss unserer Volksvertretung zahlt, ohne dafür jemals entsprechende Beiträge erhalten zu haben, wegfallen, so würde nicht nur gar kein Bundeszuschuss mehr gebraucht, sondern die Beitragssätze könnten sogar gesenkt werden.

Es ist nur fair, dass der bezahlt, der es bestellt hat, und nicht der Beitragszahler, der dafür nichts bekommt. So die Anrechnung von Mutterschutzzeiten, die Höherbewertung von Ausbildungszeiten, große Teile der Renten für die neuen Bundesländer, und die abschlagsfreie vorzeitige Rente.

Die Renten für Kindererziehungszeiten indes werden weder aus Beiträgen der Versicherten noch aus Bundeszuschüssen bezahlt: Dafür zahlt der Bund vielmehr selbst die Beiträge, die also zum Bundeszuschuss noch aus Steuermitteln hinzukommen. So zahlt also gerechterweise der Steuerzahler für das, was im Interesse der Allgemeinheit über die Leistungen der Rentenversicherung hinausgeht, für die nur die Versicherten Beiträge gezahlt haben.

Wenn die Allgemeinheit will, dass die Rentenversicherung Leistungen erbringt, die keine Gegenleistung für gezahlte Beiträge sind, kann sie doch wohl kaum verlangen, dass für diese auch noch die Beitragszahler aufkommen sollen. Vielmehr eben alle Steuerzahler. Und deshalb hat die Rentenversicherung auch einen Anspruch auf den Bundeszuschuss dafür – der kann gar nicht verweigert werden.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Leserbrief: „Bei einem „echten” Umlageverfahren würde der Beitragssatz circa ein Drittel höher sein”.

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Private Krankenversicherung · Rente
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