Reduzierung der GKV-Anbieter gehört dazu

27.6.2017 – Wenn man denn schon so hart auf der Position verfahren ist, dass die Bürgerversicherung das absolut gerechte System ist und allen nur Vorteile bringt, gehört in diese Überzeugung auch die Abschaffung der Beihilfe für Beamte und eine Reduzierung der gesetzlichen Kassen von weit über 300 Anbietern auf eine einzige.

Ich kann nicht verstehen, weshalb ein Mitarbeiter zum Beispiel von Audi oder Siemens in Einzelbereichen mehr Leistung bekommt als der gesetzlich versicherte bei der AOK oder auch umgekehrt. Ersatzkassen sind ebenso eine Fehlentwicklung wie die Beihilfeversorgung beziehungsweise dann auch die private Versicherung. Zudem verteuern unzählige gesetzliche Kassen die Verwaltungskosten enorm.

Was man ebenfalls nicht verschweigen darf, ist die Tatsache, dass die Innovation, an neuen Behandlungsmethoden zu forschen und diese auch zu bezahlen, in einem Billigsystem der gesetzlichen Kassen leiden wird. Auch die Leistungen der Bürger wird sich ganz automatisch senken, da auch die Ärzte wirtschaftlich denken müssen, um zu überleben, und mehr als bisher dann in der Abhängigkeit der Gesetzgebung stehen.

Menschen, die es sich leisten können, werden nach wie vor Leistungen privat finanzieren. Auch ist fraglich, ob anders als in der Privaten die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft Bestand haben darf, wenn eine Bürgerversicherung kommt. Als Single würde ich nicht einsehen wollen, dass eine Familie mit drei Kindern bei einem Gutverdiener den gleichen Beitrag bezahlt wie ich. Aber man muss wohl alles ändern.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Leserbrief: „Es dürften sich neue Arbeitsplätze bei der Bürgerversicherung finden”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Bürgerversicherung · Gesetzliche Krankenversicherung · Mitarbeiter
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