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Psychische Erkrankungen als berufsbedingt anerkennen

23.1.2018 – Was ist mit den psychischen Erkrankungen? Die Zahl der Mobbing-Fälle vor allem bei kaufmännisch Tätigen ist dramatisch gestiegen. Die Folgen: Burnout und Depressionen.

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In der Dienstleistungsbranche, leider auch und vor allem in der Versicherungsbranche nehmen beruflich bedingte psychische Erkrankungen, die auch auf den Körper (z.B. Rücken oder Herz) schlagen, extrem zu. Es wird höchste Zeit, auch diese Erkrankungen in die Liste mit aufzunehmen.

Nicht zu letzt auch deswegen, damit die BG beim jeweiligen Arbeitgeber Regress nehmen kann, denn solche Erkrankungen sind definitiv in aller Regel durch die Arbeitgeber verschuldet und bewusst herbeigeführt, zumindest billigend in Kauf genommen.

Wenn jemand mit zum Beispiel gesunheitsgefährlichen Stoffen zu tun hat, wird Regress eher schwierig, denn derjenige weiß das ja schon vorher und von einem Verschulden des Arbeitgebers kann man da eher nicht sprechen.

Anders eben bei Mobbing: Das hätte dann auch die Wirkung der Prävention. Wenn nämlich die Arbeitgeber der Dienstleistungsbranchen wissen, dass sie wegen ihres Verhltens in Haftung genommen werden können, würden viele von ihren Attacken gegen Arbeitnehmer, die viel Wissen besitzen und nur deshalb in die Mühlen des Mobbings genommen werden, absehen.

Es ist wirklich so: Die meisten Erkrankten an Burnout kommen aus der Dienstleistungsbranche und die allermeisten dieser Erkrankungen haben ihre Ursache im Beruf.

Nicola Kerler

kerlerversmakler@t-online.de

zum Artikel: „Arbeitnehmer werden immer häufiger durch den Beruf krank”.

Leserbriefe zum Leserbrief:

+Daniel Sodenkamp - Notwendige Diskussion nicht kaputtmachen. mehr ...

Nicola Kerler - Gesundheitliche Mobbing-Folgen gehören in die Liste der Berufskrankheiten. mehr ...

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