Profitieren werden die bereits Besserverdienenden

19.6.2017 – Auch Verdi-Chef Bsirske weiß sehr wohl, dass die Bestandsrenten nicht sinken dürfen – die Neurenten allerdings sind bereits nicht garantiert. Betragsmäßig in Euro gleichbleibende Renten verhindern indes keine Altersarmut. Denn wenn Löhne und Gehälter steigen, steigt auch die mit 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens definierte Armutsgefährdungs-Grenze mit. Sie holt also immer mehr Rentner ein, die darunter fallen.

Dieser Effekt tritt auch ein, wenn die Renten zwar noch steigen, aber das Rentenniveau, das sich aus dem Verhältnis zwischen Renten und Einkommen ergibt, weiter abnimmt. Steigen die Renten damit also langsamer als die Einkommen, so werden ebenso immer mehr Rentner von der mit steigenden Armutsgefährdungs-Grenze eingeholt.

Die künftig von der gesetzlichen Rente Abhängigen sind also immer mehr von Altersarmut bedroht. Das sollte man nicht schönreden, denn das würde die Einsicht in die Notwendigkeit privater und betrieblicher Vorsorge gerade auch für Geringverdiener schädigen und diese in die Altersarmut treiben.

Indes: Nur durch zusätzliche Altersvorsorge kann individuell der Gefahr der Altersarmut entgegengewirkt werden. Ein Festfrieren des fallenden Rentenniveaus kann nicht der richtige Weg sein, da davon hauptsächlich die bereits Besserverdienenden mit höheren Renten profitieren, die trotz zurückgehendem Rentenniveau gar nicht armutsgefährdet sind. Den Geringverdienern aber würde man bei 25 Prozent Rentenbeitrag die zusätzliche Vorsorge weiter erschweren.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Leserbrief: „Irrtümer des Verdi-Gewerkschaftschefs über die Altersarmut”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersarmut · Altersvorsorge · Private Krankenversicherung · Rente · Senioren
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