Problematisch wird für Friday die Kundenbindung

26.1.2018 – Ich glaube schon, dass Friday weiß, dass in den ersten Jahren kaum ein positives Ergebnis zu erwarten ist. Das wäre die erste Neugründung, die so etwas schafft. Fast alle langjährig auf dem Markt tätige Versicherer subventionieren die Neuverträge über die positiv verlaufenden „Altbestände”.

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Das ist eine Langfristbetrachtung – diese Neuverträge werden, sofern sich das Kündigungsvolumen in Grenzen hält, später einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften, und das in der Betrachtung des Gesamtverlaufes.

Problematisch wird für Friday sicherlich werden, eine entsprechende Kundenbindung zu erreichen. Das ist allgemein das große Problem der Niedrigpreisversicherer. Ausschließlich preislich orientierte Kunden wechseln nun einmal häufiger.

Verschärfend kommt hier die monatliche Kündigungsmöglichkeit hinzu. Was mir zu denken gibt, sind die durchschnittlichen Fahrleistungen von unter 9.000 km p. a., die weit unter dem Durchschnitt liegt. Das kann schnell dazu führen, dass auch Vielfahrer diesen Versicherer in Anspruch nehmen, dann aber bei Erreichen der 9.000 km die monatliche Kündigungsfrist nutzen und wechseln.

Denn, solange die angegebene Kilometerleistung in den ersten 12 Monaten nicht überschritten wird, entfällt die Meldepflicht (AKB Friday), somit auch die Verpflichtung zur Nachzahlung. Ich betrachte das als hochkritisch und für kaum geeignet, auch nur irgendwann positive Ergebnisse erzielen zu können.

Rainer Weckbacher

rweckbacher@aol.com

zum Leserbrief: „Friday-CEO lügt sich ein wenig in die eigene Tasche”.

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