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Prämienrelationen sind zutiefst ungünstig

6.11.2017 – Rentenversicherungen haben keinen fair abschätzbaren Risikoabsicherungs-Nutzen. Denn erstens schwankt die Spanne der Versicherungsprämie zu stark gegenüber anderen Risikoversicherungs-Prämien, je nach tatsächlicher Sterblichkeit.

Bei einem 67-jährigen Kunden, der bei einer Rentenversicherung mit einer Kapitalsumme von beispielsweise 100.000 Euro und zehnjähriger Garantiezeit nach zehn Jahren Rentenzahlung verstirbt, beliefe sich die Risikoprämie für ihn beziehungsweise seine Familiengemeinschaft bei aktuellen durchschnittlichen Rententarifen auf etwa 60.000 Euro (Rentenhöhe garantiert circa 340 Euro monatlich, ohne Berücksichtigung einer Verzinsung)!

Dieser „unverbrauchte” Prämienteil fließt dann an „Versicherten-Gemeinschaft” und Versicherungs-Unternehmen. Selbst nach 25 Jahren Rentenbezug („erweitertes” Durchschnittsalter) betrüge die Versicherungsprämie noch satte 18.000 Euro (= 18 Prozent).

Hier klinkt sich jeder, dem diese Relationen gezeigt und bewusst werden, aus dieser „Wette” auf eine stark überdurchschnittliche Lebenserwartung aus. Solche Prämienrelationen sind zutiefst ungünstig in Relation zur Risikowahrscheinlichkeit – im Gegensatz bei anderen Risikoversicherungen.

Zweitens: Bei einer Rentenversicherung (auch fondsgebunden) ist die Kaufkraft der Rente über Jahrzehnte einem erheblichen Inflationsrisiko ausgesetzt – ohne „Verteidigungs”möglichkeit. Fazit: Bei einer 30,5-jährigen regelmäßigen Entnahme aus einer Geldanlage mit einer – real erzielbaren – 1,5-Prozent-Rendite mit voll vererbbarer und flexibler. Geldanlage wird Mut zur Lücke für die private Versorger-/Erbeneinheit meist enttäuschungsfreier sein als eine Rentenversicherung.

Merten Larisch

larisch@vzbayern.de

zum Leserbrief: „Die Branche hat das Produkt Rentenversicherung falsch beworben”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebenserwartung · Rente
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