2.10.2024 – Unabhängig von der Sinnhaftigkeit der verschiedenen Provisionsmodelle möchte ich endlich auf ein Problem aufmerksam machen. Als Makler benötige ich irrsinnig viel Zeit für die Provisionskontrolle. Oft läuft man den Provisionen hinterher.
Das ist bei den Abschlussprovisionen noch nicht mal das große Problem, denn da geht es ja nur einmalig darum, den Eingang zu kontrollieren. Wahnsinn ist das aber bei regelmäßigen Provisionszahlungen (Courtagen, Bestandsprovisionen, Dynamikprovisionen und auch laufende Abschlussprovisionen).
Vielen Vermittlern ist gar nicht klar, wie viel Geld sie verlieren, weil diese Provisionen nie bei uns landen. Die Zahlungen kommen plötzlich nicht mehr, man muss reklamieren und dann wieder kontrollieren. Dass die Zahlung nicht kommt, merkt man aber als Vermittler nur, wenn man das auch immer wieder kontrolliert. Bei tausenden Verträgen im Bestand ist das der reine Wahnsinn.
Ob da Absicht dahintersteckt, kann ich noch nicht mal sagen. Aber es ist schon seltsam. Dabei ist es auch egal, um welche Gesellschaft oder Sparte es geht. Tatsache ist aber, dass es um unsere Existenz geht, wir uns nicht darauf verlassen können, dass das Geld, das wir uns verdient haben, wofür wir auch das Risiko tragen (Beraterhaftung und Stornorisiko) sehr oft einfach nicht ankommt.
Und wenn ich mich mit Kollegen unterhalte, sagen die meisten, sie würden das nicht kontrollieren. Mir ist es grundsätzlich egal, ob ich die Provision einmalig oder laufend bekomme, solange sie ankommen.
Martina Ader
zum Artikel: „BDVM verteidigt sein neues Provisionsmodell für Lebensversicherungen gegen massive Kritik”.
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