Notwendige Diskussion nicht gleich mit Totschlagargument unterbinden

17.1.2018 – Die Bürgerversicherung nach Vorstellungen der SPD ist nun wahrlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Gleichwohl ist eine Debatte über die Zukunft des Gesundheitssystems dringend notwendig. Denn das Mantra vom „besten Gesundheitssystem der Welt” entpuppt sich bei genauem Hinsehen eher als das „teuerste Gesundheitssystem der Welt”.

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Kein Wunder, wenn bereits die Terminvereinbarung mit der Arzthelferin als „ärztliche Beratung” abgerechnet wird – beim Kassenpatienten mit knapp vier Euro und beim Privatpatienten mit elf Euro. Dies ist der Einstieg in eine schier unglaubliche Gebührenspirale, die die Patienten leider nicht interessiert, weil „die Kasse es ja bezahlt”.

Mit Blick auf die Milliardenausgaben, die durch abgerechnete, jedoch nicht erbrachte Leistungen entstehen, sollte jede erbrachte Leistung vom Patienten gegengezeichnet werden. Beim Handwerker kontrolliert man ja auch alles ganz genau.

Dass Ärzte und Pharma jede Diskussion immer gleich mit dem Totschlagargument der „Neiddebatte” unterbinden, ist schon schlimm genug. Dass Versicherungsvermittler dies unreflektiert übernehmen, ist erstaunlich

Daniel Sodenkamp

daniel.sodenkamp@web.de

zum Leserbrief: „Hier wird eine Neiddebatte angeheizt”.

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