Mit Denunziation hat eine Abmahnung gar nichts zu tun

30.10.2017 – Eine Denunziation ist eine Anzeige über den Denunzierten bei Dritten – wie staatlichen Behörden – oder negative Veröffentlichung über diesen. Eine Abmahnung dagegen findet nicht öffentlich oder bei Dritten statt, sondern ist ein Vorgang zwischen dem Abmahnenden und dem Abgemahnten. Es handelt sich dabei um ein sehr mildes Mittel, um das Ziel der Abstellung eines wettbewerbsschädlichen Verhaltens zu erreichen.

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Nur durch die unverzüglich erfolgende Unterschrift des Abgemahnten und die Unterwerfung unter eine Strafbewehrung kann sich der Abmahnende sicher sein, dass der Abgemahnte die Rüge ernsthaft zur Kenntnis nimmt, das gerügte Verhalten tatsächlich einstellt und eine Wiederholungsgefahr soweit möglich gebannt ist. Der Empfänger einer Abmahnung sollte sich hinsichtlich des Vorwurfs kurzfristig über die tatsächliche Rechtslage informieren, gerade wenn die Beanstandungen oft auf Unwissen über diese beruht.

Ich habe doch Zweifel, dass ein Wettbewerber, der bisher meint, richtig zu handeln, wegen einer einfachen Ansprache eines Berufskollegen auf „angebliche” Versäumnisse Geld ausgibt, um sich über die Rechtslage sachkundig zu machen. Eher landet so etwas vielleicht schlicht und völlig folgenlos im Papierkorb. Damit wird der Hinweisgeber stets rechnen müssen. Nur bei einer formal richtigen Abmahnung kann er sich sicher sein, ernst genommen zu werden. Mit Denunziation aber hat eine Abmahnung wirklich rein gar nichts zu tun.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Leserbrief: „Nicht zur Denunziation aufrufen”.

Leserbriefe zum Leserbrief:

+Dr. Daniel Sodenkamp - Die persönliche Ansprache wäre hier vorzuziehen. mehr ...

Peter Schramm - Wechselseitige Selbstkontrolle kann die Situation weiter verbessern. mehr ...

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