Man sollte sich ehrlich machen und auf Ablenkungsmanöver verzichten

29.9.2017 – Als Rentenbeitragszahler und fachlich Verständiger kann ich wieder nur den Kopf schütteln. Der gemeine Bürger wird doch das Umlageverfahren erst recht nicht verstehen, wenn man zukünftige Ansprüche in absolute Euro-Werte nach heute gültigen Bezugsgrößen darstellt. Ich würde sogar unterstellen, dass das kontraproduktiv ist, die Menschen werden diese Zahlen als feste Werte eines bestehenden Anspruchs interpretieren.

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Man sollte sich lieber darum kümmern, dass auch in Zukunft ausreichend Beitragszahler für das Rentensystem zur Verfügung stehen, um eine auskömmliche Rente zu garantieren. Derzeit passiert aber genau das Gegenteil, durch die aktuelle Politik werden es mehr Anspruchsteller, während immer weniger Beitragszahler zunehmend stärker unter Druck geraten.

Durch die zunehmende Automatisierung durch die Digitalisierung werden die sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitsverhältnisse zunehmend weniger, so dass zusätzliche Steuermittel zur Systemsicherung erforderlich werden. Riester und die neue betrielbliche Altersversorgung sind kostenträchtige und daher unwirksame Maßnahmen, die sich nicht positiv auf das Umlageverfahren auswirken.

Andere Länder sind da weiter, so ist die Durchschnittsrente in Österreich um einige Hundert Euro höher. Es geht also, wenn man nur will. Dazu muss man sich aber mal ehrlich machen und auf solche Ablenkungsmanöver verzichten.

Gisbert Sachs

gisbertsachs@gmx.de

zum Artikel: „Wie eine säulenübergreifende Renteninformation aussehen könnte”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersversorgung · Digitalisierung · Rente · Riester · Sozialversicherung
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