Keine wirkliche Hilfe für einen rückständigen Beitragszahler

28.6.2019 – Die Notlösungen der privaten Krankenversicherung (PKV) für säumige Beitragszahler sind in meinen Augen der völlige Nonsens und das Gegenteil dessen, was doch eigentlich erreicht werden soll.

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Ad 1 sind der Basistarif und in Teilen mittlerweile auch der Standardtarif so teuer, dass sie keine wirkliche finanzielle Alternative mehr darstellen, geschweige denn von den Leistungen her betrachtet. Ad 2 muss sich der säumige Beitragszahler damit abfinden, dass hier im Vorfeld ein ganz normales Mahnverfahren läuft inklusive der Kontopfändung.

Wenn man denn dann im Notlagentarif gelandet ist (der auch etwas über 100 Euro im Monat kostet), werden dem Versicherten „alle” seine Altersrückstellungen genommen. Die sind und bleiben auch weg, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem man alle seine Beitragsrückstände beglichen hat, wieder in seinen vorherigen Normaltarif zurückkehren konnte.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Als wirkliche Hilfe für einen rückständigen Beitragszahler kann ich das nicht erkennen. Denn das volle Kostenrisiko bleibt so oder so immer beim Versicherten hängen. Ein soziale Absicherung sieht anders aus.

Rudolf Schmitz

rudolf.schmitz@allianz.de

zum Artikel: „So ändert sich die Struktur in den PKV-Sozialtarifen”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Basistarif · Private Krankenversicherung · Standardtarif
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