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Im Falle einer schweren Erkrankung keine Vorteile

20.6.2019 – Da ich im Kundenstamm bereits mehr als 30 Leistungsfälle hatte und bearbeitet habe, darf ich rückblickend sagen: Für mehr als 95 Prozent der Fälle wäre eine Dread-Disease-Absicherung mit hohem Abstand die – wesentlich – wertvollere Absicherung gewesen.

Nur die restlichen drei bis vier Fälle, in denen es um Burn-out oder Ähnliches ging, waren mit einer Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung besser gefahren (wobei hier häufig auch die Ärzte entsprechend instrumentalisiert werden müssen, sonst erfolgt keine oder nur sehr verspätete Leistung).

Eine BU-Leistung bietet im Falle einer schweren Erkrankung keine Vorteile, da der Kunde bei wesentlich höherem Finanzbedarf durch medizinische Behandlungen/ Unterbringungen, Wohnungsumbau et cetera in der Regel weniger zur Verfügung hat als im normalen Leben. Außerdem sind die meisten BU-Leistungsfälle selbst bei Krebs oder Schlaganfällen spätestens nach ärztlich attestierter Ausheilung, also allerspätestens nach zwei Jahren für den Versicherer erledigt. Dann quält sich der „Versicherte“ wieder zur Arbeit, um seine aufgehäuften Schulden loszuwerden – Danke, BU!

Wenn die Versicherer wenigstens bei entsprechenden Diagnosen sofort leisten und dem Versicherten nicht noch die Sorgen um den Leistungsentscheid aufbürden würden, das wäre schon eine echte Innovation!

Hagen Walter

hagen@walter-fichtmueller.de

zum Leserbrief: „Dem Mainstream folgen und abschließen”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsunfähigkeit · Dread Disease
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