Frau Alexa und Herr Google werden es schon richten

11.1.2019 – Wenn man die Zahlen liest, stelle ich mir die Frage, wer betreut denn die ganzen Kunden, wenn so viele Vermittler ausgeschieden sind? Aber anscheinend stört sich in der realen Welt niemand daran, und die Kunden und Versicherungs-Gesellschaften scheinen auch keinen zu vermissen. Also ist der Beruf des Versicherungs-Vermittlers wohl doch nicht wirklich notwendig?

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Ach ja, es gibt ja auch noch Frau Alexa und Herr Google, die aufgrund künstlicher Intelligenz qua telepathischer Algorithmen die Wünsche und Gedanken der Menschen ablesen können. So entsteht von ganz alleine eine Bedarfsanalyse, wird der Bedarf derjenigen gedeckt, von dem diese vorher selbst gar nichts wussten und den viele Vertreter vorher mühsam in Beratungsgesprächen herausgearbeitet haben. Man könnte lachen, wenn es nicht so ernst wäre.

In der Versicherungsbranche werden gerade Tausende von Arbeitsstellen vernichtet und keiner merkt es wirklich. Das stelle man sich mal in anderen Branchen vor. Vor allem in der Automobilindustrie.

Übrigens: Wer meint, man brauche keine Vermittler mehr, schaut bitte einfach mal nach England. Dort werden viele Menschen nicht mehr zu den täglichen Risiken beraten und betreut. Selbst der Bafin-Chef Felix Hufeld hat festgestellt, dass es ohne Berater und ohne provisonsbasierte Beratung für viele Menschen keine Risikoabsicherung mehr geben wird. Aber das interessiert ja keinen: Denke mal, bis Ende 2019 wird die Zahl bei weit unter 200.000 liegen.

Werner Herrmann

postmaster@herrmann-finanz.de

zum Artikel: „Vermittlerschwund geht weiter”.

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Versicherungsaufsicht · Versicherungsvermittler
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