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Feministische Ausdruckweise kann zu Erfolgen führen

28.11.2017 – Das kommt davon, wenn Männer – die ja traditionell in der männlichen Schreibform immer genannt sind – keine Ahnung davon haben, was geschlechtsspezifische Diskriminierung bedeutet. Möchte nicht wissen, welchen Aufschrei es gäbe, wenn plötzlich in allen Dokumenten zur Vereinfachung nur noch die weibliche Schreibform Verwendung fände.

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Es geht somit nicht um die „Verweiblichung” von Begriffen, sondern es geht darum, gemeint zu sein und benannt zu werden. Und es geht eben auch nicht um „Gleichmacherei”. Ich möchte als Frau nicht mit Männern „gleichgemacht” werden. Ich will nur gleiche Rechte, gleiches Einkommen und gleiche Macht.

Sprache ist unser wesentliches Instrument, unseren Gedanken, unseren Meinungen und unserem Wissen Ausdruck zu verleihen. Sprache ist deshalb auch ein Maßstab der gesellschaftlichen Entwicklung. Und wer sich dieser Entwicklung verschließt, mag sich an „tradierten Formen der Männlichkeit” festhalten und wird dabei zugleich den Fortschritt der Gesellschaft an sich vorbeischwimmen sehen.

Das haben selbst die konservativsten Politiker und Politikerinnen begriffen, die immerhin fähig sind, die Wähler und Wählerinnen bei ihren Reden anzusprechen. Warum tun sie das? Um die Stimmen der Wählerinnen zu bekommen! Feministische Ausdruckweise kann also – wie Sie sehen – auch zu Erfolgen führen.

Gabriele Fenner

gabriele.fenner@vsmp.de

zum Leserbrief: „Frauen verwirklichen sich lieber in Berufen, in denen man etwas von Wert schafft”.

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