Es geht um schnellstmögliche Abschlüsse mit möglichst wenig Aufwand

18.1.2018 – Für Vermittler wird die Messlatte an Risikoerfassung, Beratung und die Haftung immer höher gehängt. Den Vergleichsplattformen und Insurtechs überlässt man scheinbar bedenkenlos den Markt. Hier schätzt der ahnungslose Kunde seine Risikosituation selbst ein. Für das, was er anklickt, übernimmt er die Verantwortung.

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Der Kunde haftet selbst für seine eigene Falschberatung. Einzige Voraussetzung für diese Vertriebsplattformen ist es, an entsprechender Stelle die gesetzlich geforderten Informationen zu platzieren, die vom den meisten Interessenten in der Regel weder gelesen, noch in ihrer weitreichenden Bedeutung verstanden werden.

Stünde zusätzlich auf jeder Abschluss-Website als Erstes ganz fett: „Wir sind Versicherungsmakler und erhalten für jeden Abschluss Provisionen. Wir bieten keinen Service vor Ort”, würde sich hier schon einiges klären.

Dass es Vergleichsportalen und Insurtechs gelingt, das Image der Neutralität und angeblicher Preisvorteile gegenüber den ach so gierigen Versicherungs-Vermittlern aufzubauen, zeigt nur die Manipulierbarkeit des Kunden durch Werbesprüche. Anklicken ist eben nicht Entscheidungskompetenz.

Die IDD soll angeblich das Kundenwohl optimieren. Das ist verlogen. Es geht nicht um die optimale Beratung des Versicherungskunden, sondern alleine um schnellstmögliche Abschlüsse mit möglichst wenig Aufwand und möglichst geringen Kosten. Gier bleibt eben Gier – auch wenn die neuen CEO so „kundennah” im Pulli und T-Shirt auftreten.

Gabriele Fenner

gabriele.fenner@vsmp.de

zum Artikel: „Roboter verdrängt eher den Außen- als den Innendienstler”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
IDD · Insurtech · Provision · Versicherungsmakler · Versicherungsvermittler
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