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Entmündigung des bAV-Altersversorgungssparers

7.6.2024 – Es handelt sich bei der endfälligen / nachgelagerten steuerlichen Behandlung von Direktversicherungen und Pensionskassen um eine große Ungleichheit im Verhältnis zu 6a- + 40b-Zusagen. Die sogenannte nachgelagerte individuelle Versteuerung bei Verträgen nach 3/63 EStG vernichtet größtenteils die auf der Aufwandsseite bestehenden Steuervorteile.

Rechnet man noch die Verbeitragung zur Kranken- und Pflegeversicherung bei Versicherten im GKV-System hinzu, könnte auch ein Minusergebnis entstehen. Deswegen besteht in Sachen Direktversicherung seitens der Politik, möchte man dieses bAV System dauerhaft aufrecht erhalten, ein beträchtlicher Handlungsbedarf.

Was sollte zwingend verändert werden?

Erstens: Die 1/5-Regelung müsste die individuelle nachgelagerte Versteuerung ablösen.

Zweitens: Die völlig absurde Verbeitragung zur Kranken- und Pflegeversicherung gehört bei Kapitalleistungen wieder abgeschafft.

Eingeführt wurde sie von der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in der rot/grünen Schröderregierung. Offensichtlich wollte Frau Schmidt bAV-Versicherte zwingen, sich nur noch Renten aus einer bAV auszahlen zu lassen. Wer jedoch die Kapitalwahl nutzen möchte, muss mit Kranken- und Pflegeversicherung-Beiträgen in beträchtlicher Höhe rechnen.

Diese Denkweise entspricht dem in der Schröder-Regierung bestandenen Trend zum Sozialismus, siehe die Riester- und Rürup-Rentenkonzepte. Diese Vorgehensweise entmündigt im Grunde den bAV-Altersversorgungssparer und behindert die freie Willensbildung im Umgang mit seinen Finanzen. 

Siegfried Hartmann

G.B.V.M.GmbH@t-online.de

zum Artikel: „Diese Betriebsrenten-Anbieter empfehlen Makler am ehesten weiter”.

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