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Ein gewisses Maß an Medienkompetenz ist erforderlich

30.10.2017 – Es ist erstaunlich und bezeichnend zugleich, dass noch immer vor derlei Betrugsmaschen gewarnt werden muss. Auch Verbraucher ohne internationale Kontakte sollten in unserem digitalen und multimedialen Zeitalter wissen, dass die Vorwahl unseres Landes die +49 ist.

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Wer also offensichtlich ausländische Rufnummern zurückruft, ohne einen ausländischen Kontakt zu erwarten oder im Vorfeld eine eingehende Recherche nach der Seriosität des Nummerninhabers betrieben zu haben, muss sich über den entstandenen Schaden weder wundern, noch ärgern.

Selbiges gilt im Übrigen auch für die zahlreichen gefälschten E-Mails, dessen Anhang gefährliche Schadsoftware auf dem System installiert oder welche die Leser zur Eingabe personenbezogener Daten oder gar Kontoverbindungen auffordern. Man muss kein IT-Experte sein, um derlei Phishing-Mails zu erkennen.

Es reicht nicht, die Medien bedienen zu können. Es ist auch ein gewisses Maß an Medienkompetenz erforderlich, um nicht gutgläubig (oder blauäugig?) auf alle blinkenden Elemente zu klicken, Anhänger unbekannter Absender zu öffnen oder gar ausländische Telefonnummern zurückzurufen.

Nur durch die Eigeninitiative und das Interesse der Mediennutzer lässt sich der durch solche Betrugsmaschen entstehende Schaden verhindern. Im schnelllebigen digitalen Zeitalter scheint die Medienkompetenz aber paradoxerweise immer weiter abzunehmen.

Matthias Lehmann

lehmann-direct@live.de

zum Artikel: „Warnung vor Telefonbetrug”.

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