Die Realität hat sich noch nie an die Ansprüche angepasst

28.11.2017 – Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz: Die Branche will qualifizierte Bewerber auf der einen Seite. Auf der anderen Seite fehlt es an der Nachfrage und, wie im Beitrag geschrieben, bricht eine Vielzahl von Azubis vorzeitig ab. Ja, nun, wer bricht denn ab und wer bewirbt sich erst gar nicht? Diejenigen, die man unbedingt haben will, die man aber nicht oder nicht auf Dauer bekommt, nicht zuletzt dem schlechten Image der Branche sei Dank.

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Und das heißt im Umkehrschluss? Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, lieber mittelprächtigen Real- oder Hauptschülern die Chance auf eine AUsbildung zu geben als Einser-Abiturienten, die entweder sich erst gar nicht bewerben oder kurz danach abbrechen, weil sie in angeseheneren Branchen unterkommen. Die Mittelprächtigen sind es dann auch, die sich ins Zeug legen und sich engagieren, weil sie nicht viel andere Zukunfts-Alternativen haben.

Daher meine Empfehlung: Bevor man über inhaltliche Fragen der Ausbildung in Zeiten der Digitalisierung nachdenkt, erst einmal zu definieren, was man eigentlich will und ob man das dann auch bekommt. Erst wenn dieser Spagat überwunden ist, kann man sich meinetwegen über Inhalte Gedanken machen. Also erst einmal vom hohen Ross steigen und die Ansprüche an die Realität anpassen. Umgekehrt wird das nämlich nichts, denn noch nie hat sich die Realität an die Ansprüche angepasst, auch nicht in der Versicherungsbranche.

Nicola Kerler

kerlerversmakler@t-online.de

zum Artikel: „Ausbildung in den Zeiten der Digitalisierung”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Digitalisierung
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