Die Kritik des Bundes der Versicherten ist totaler Quatsch

25.10.2018 – Die Kritik des Bund der Versicherten e.V. (BdV) an der vorhersehbaren Zinsentwicklung der 1990er Jahre ist totaler Quatsch! Zitat aus Ihrem Bericht: „BdV: Blick nach Japan hätte vor Fehlkalkulationen geschützt [...] Nach Einschätzung des BdV hätte schon in den 1990er Jahren ein Blick nach Japan genügt, um Fehlkalkulationen zu verhindern, indem man sich auf ein niedriges Zinsszenario einstellt. Es hätten in den 1990er Jahren aber dennoch viele Unternehmen mit einem Garantiezins von vier Prozent kalkuliert, obgleich sie auch mit sinkenden Zinsen hätten rechnen können.“

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Das ist totaler Quatsch. Ich selbst habe nach der Wiedervereinigung 1992 ein Zweifamilienreihenhaus gekauft und mit Kredit finanziert. Die Zinsen lagen im ersten Jahr teilweise über zehn Prozent, ich habe knapp darunter für zehn Jahre abgeschlossen.

Warum für zehn Jahre? Weil alle Finanzexperten, Bankenfachleute und so weiter davon ausgingen, dass wegen der Wiedervereinigungs-Kosten der Staat einen extrem hohen Finanzbedarf hat und mit weiter steigenden Zinsen zu rechnen sei.

Wie wir wissen, war das von allen eine krasse Fehleinschätzung. Das kam auch mich letzlich teuer zu stehen, und im Nachhinein zu behaupten, die Versicherungswirtschaft hätte das wissen müssen, ist – ich wiederhole – totaler Quatsch.

Rolf Kischkat

rolf.kischkat@empfohlene-versicherungen.de

zum Artikel: „BdV: Versicherer müssen sich zu Fehlkalkulationen bekennen”.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Darlehen · Rechnungszins · Verbraucherschutz
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