Die Continentale setzt ein Zeichen

9.10.2017 – Endlich sagt das auch mal einer: Warum den Kunden wieder und wieder von den Vorzügen einer kapitalmarktorientierten Lebens- oder Rentenversicherung überzeugen wollen, die er trotzdem immer noch nicht will, obwohl angeblich alternativlos, weil man, wie es übereinstimmend heißt, anders keine Rendite für den Kunden erwirtschaften könne? Geht es wirklich nicht mehr anders?

Versicherer haben, heißt es weiter, Schwierigkeiten überhaupt noch den Garantiezins zu erzielen. Das sind bekanntlich 0,9 Prozent. Und weil die Bestandsverträge doch noch so hohe Garantieverzinsungen von bis zu vier Prozent haben, müsse man diese in den Run-Off schicken, weil zu viel Eigenkapital gebunden wird. Was für ein Armutszeugnis und was für eine moralische Bankrotterklärung der betreffenden Lebensversicherungen.

Welcher Kunde soll einem solchen Unternehmen noch ver- und Geld anvertrauen, das sich aus langfristig auf Gegenseitigkeit geschlossenen Verträgen so verabschiedet? Und warum sollte ein Kunde demselben Unternehmen erneut seine Ersparnisse anvertrauen, das gleichzeitig neue Produkte anbietet, bei denen die Risiken ausschließlich vom Kunden selbst getragen und Garantien durch teure Absicherungsinstrumente bezahlt werden müssen? Und wenn es sich für das Unternehmen nicht mehr so Recht lohnt, den Vertrag und mich gleich mit an den Meistbietenden verkauft?

Nein, danke. Da ist das Angebot der Continental zu begrüßen. So geht's besser und es ist gut, dass damit ein Zeichen gesetzt wird!

Franz Wagner

tgprivatmail@aol.com

zum Artikel: „Neue Rentenversicherung zielt auf den Anlage-Skeptiker”.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Rechnungszins · Rente · Runoff · Verkauf
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