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Das Haftungspotenzial der Vermittler steigt

29.5.2017 – Wenn es in Artikel 25 IDD (1) heißt, dass ein „Versicherungsvertreiber [...] über angemessene Vorkehrungen” verfügt, um alle notwendigen Informationen über Produkte einschließlich deren Zielmärkten zu haben, dann ist das für Vermittler gut und schlecht zugleich.

Einerseits sollen die Informationen – sinnvollerweise – dort auflaufen, wo sie auch benötigt, gewollt und verstanden werden: nicht primär beim Kunden, sondern beim Vermittler, der den Kunden berät. Insofern scheint die EU-Kommission Einsicht zu zeigen in ihren Transparenz-Bemühungen fern aller informations-wissenschaftlichen Erkenntnisse, die für Kunden und Vermittler unsinnig sind.

Andererseits steigt damit das Haftungspotenzial der Vermittler: Jetzt liegt der schwarze Peter bei fehlenden und auch mangelhaften Produktinformationen nicht mehr beim Produktgeber, sondern – zumindest großteils – bei ihm selbst. Unwissenheit schütz vor Strafe nicht!

Hans Jürgen Ott

hans@hans-ott.de

zum Artikel: „Welche Produkte für welche Kunden? IDD bringt neue Regeln”.

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Gewerbeordnung · IDD
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