Dank Bürgerversicherung immerhin Demografie-Problem zum Teil gelöst

24.8.2017 – Möge sich der Auto des Leserbriefes bitte einmal überlegen, was mit einer Abschaffung der PKV-Vollversicherung erreicht wird. Hier nur ein paar Hinweise zum Nachdenken:

1) Eine Bürgerversicherung bringt automatisch Leistungskürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV): Wer kann sich dann eine gute und gegebenenfalls notwendige Versorgung leisten und in welche Länder muss sich der Patient dann hinbegeben? Wieviel muss er verdienen, damit er sich eine entsprechende Versorgung leisten kann?

2) Was passiert mit der Forschung, dem medizinischen Standard und den Versorgungs-Einrichtungen, wenn die Finanzierung durch die private Krankenversicherung (PKV) wegfällt? Ist dann ein Krankenhaus ein verwahrloster vorgezogener Friedhof (man vergleiche südeuropäische Länder)?

3) Was passiert mit den PKV-Vermittlern und -Angestellten? Werden die dann von der GKV aufgenommen? Man bedenke, für eine Mitarbeit in einer Kasse muss man auch die entsprechende Ausbildung haben.

4) Wollen Beamte und Poltiker, die zum Teil in hochwertigen Tarifen der PKV abgesichert sind, wirklich in die GKV und auf einen OP-Termin sechs Monate warten oder Billigpräparate verschrieben bekommen?

5) Wollen wir nun alle mehr medizinischen Fortschritt oder weniger? Mehr hat seinen Preis: Die Finanzierung der PKV. Weniger aber leider auch: Die Sterberate nimmt zu. Dank Bürgerversicherung wäre damit immerhin zumindest ein Teil des Demografie-Problems charmant gelöst.

Nicola Kerler

kerlerversmakler@t-online.de

zum Leserbrief: „Zweiklassengesellschaft gehört abgeschafft”.

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