Bonusprogramme führen erwiesenermaßen zu Leistungseinsparungen

9.2.2018 – In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es seit vielen Jahren – unentgeltliche – Bonus-Wahltarife. Hier werden Punkte für gesundheitsfördernde Maßnahmen wie etwa Laufkurse, Vorsorgeuntersuchungen, Rückenschulen unter anderem vergeben, die am Jahresende durch Bonuszahlungen honoriert werden.

Gegenüber der Aufsichtsbehörde ist alle drei Jahre durch einen Aktuar nachzuweisen und zu testieren, dass Bonus und Verwaltungskosten des Wahltarifs durch erzielte Leistungseinsparungen – also infolge der Maßnahmen verbesserte Gesundheit – finanziert werden. Es ist gar nicht so einfach, diese erzielten Einsparungen von den sogar noch stärkeren Selektionseffekten zu unterscheiden, weil tendenziell eher die ohnehin Gesünderen am Bonus-Wahltarif teilnehmen.

Selektionseffekte dürfen nämlich nicht zur Finanzierung dienen. Aber es gibt dafür seriöse Methoden, die auch in Seminaren der Deutschen Aktuarvereinigung gelehrt werden. Und damit bestätigen Aktuare seit vielen Jahren in Folge bei einer großen Zahl gesetzlicher Krankenkassen in deren Bonus-Wahltarifen hohe Leistungseinsparungen durch verbesserte Gesundheit, so dass die Aufsichtsbehörden nach Prüfung diese Wahltarife weiter genehmigen.

Man darf also davon ausgehen, dass in der PKV durch das Vitality-Programm ebenfalls solche damit bewirkten Leistungseinsparungen festgestellt werden können. Zusätzlich aber werden in der PKV auch die noch höheren Selektionseffekte zu Leistungs- und Beitragseinsparungen führen, durch ohnehin Gesündere.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „„Vitality“ bald auch in der Krankenversicherung”.

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