Aus den Sümpfen der Digitalisierung hinein in die Vertrottelungsphase

25.5.2020 – Ein Exkurs in die digitale Welt, vielleicht ergeht es nur mir so im Augenblick: Ich bin beglückt, wenn zum Versicherer eine Telefonverbindung zustande kommt. Ich bin überaus erfreut, wenn sich die Anzahl der am Anfang des Telefongesprächs möglichen Auswahlpunkte auf fünf und Belehrungen entsprechend der DSGVO auf zwei beläuft.

Ich bin überrascht, wenn der Versicherer noch über ein Faxgerät verfügt. Und hocherfreut, wenn sich der wichtige Teil eines angefragten Services mit einer Telefonnummer rechts unten in Größe 8 in Grau schon lesbar gestaltet.

Ich fühle mich als Mensch mitgenommen, wenn ich, um zu meinem Thema zu kommen, dann nur etwa zwei Videos konsumieren darf. Und wenn die Voraussetzungen zum stufenweisen Klicken zu meinem Problem nur mit weniger als drei je einseitigen durchzulesenden Hinweisen entsprechend der DSGVO gepflastert sind. Und ich mit weniger wie 22 Hinweisen auf Sparten der Versicherung, die nichts mit meiner Anfrage zu tun haben, in die Vertrottelungsphase geleitet werde.

Diese wird erst dann vervollkommnet, wenn ich mich durch unzählige Klicks in den einzelnen Programmen verirrt habe. Jedoch gibt es einen Ausweg: Hinein in die Kundenportale – einfach, anschaulich und zielführend. Den Kunden dort abschließen lassen und mit eigener Signatur versehen und schon sind alle Probleme gelöst.

Ich musste mich auf Weniges bschränken. Wehe dem, der sich in den Sümpfen der Digitalisierung nicht mit dem Althergebrachten absichert. Jedes Unternehmen forscht zurzeit, rümpelt aus und wieder ein...

Thomas Oelmann

thomas.oelmann@gmx.com

zum Artikel: „Nachgehakt: Makler-Marketing und Insurtech-Investition nach Corona”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Coronavirus · Datenschutz · Digitalisierung · Insurtech · Marketing
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