Aufsichtsrechtlicher Grundsatz der Gleichbehandlung

16.10.2019 – Es ist gar nicht möglich, alle betroffenen Riester-Kunden wegen der „Doppelbelastung” mit Abschlusskosten rückwirkend zu entschädigen. Denn viele Verträge bestehen ja nicht mehr und auch die Adressen der Kunden sind dann oft nicht mehr bekannt.

Nur diejenigen zu entschädigen, die der Versicherer noch auffinden kann, wäre indes ein Verstoß gegen den aufsichtsrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung. Dieser bleibt nur gewahrt, wenn niemand entschädigt wird, der nicht von sich aus sich mit einer entsprechenden Forderung an den Versicherer wendet. Genau deshalb wird hier so verfahren – schließlich möchte kein Versicherer noch den weiteren Fehler begehen und gegen aufsichtsrechtliche Grundsätze der Gleichbehandlung verstoßen.

Aus dem gleichen Grund wurde vor rund zehn Jahren bereits wegen der Urteile des Bundesgerichtshofs zum Mindestrückkaufswert bei bereits gekündigten Lebensversicherungen verfahren. Nur wer sich deshalb an den Versicherer gewendet hat, erhielt eine Nachzahlung.

Trotz Berichterstattung in Medien oder beim Verbraucherschutz inklusive Musterschreiben zum Download waren es am Ende nur etwa ein Prozent der Kunden, die eine Nachzahlung verlangten. Das Ergebnis mag man aus Sicht von Aufsicht und Versicherern bedauern – ich kenne Fälle, wo auch Vorstände in vergleichbaren Fällen intensiv alle Möglichkeiten geprüft und genutzt haben, Kunden unter Wahrung der Gleichbehandlung etwa über die Medien auf ihre Ansprüche hinzuweisen, bevor sie verjähren, mit geringem Erfolg.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Keine doppelten Abschlusskosten bei Riester-Renten mehr”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Private Krankenversicherung · Rente · Riester · Verbraucherschutz
WERBUNG
Erfolgreich durch die Corona-Krise

Die Covid-19-Pandemie ist nicht spurlos an den Vermittler-
betrieben vorbeigezogen.
Die aktuelle BVK-Studie 2020/2021 zeigt jedoch, welche neuen Wege Sie einschlagen und wie Sie Ihren Betrieb insgesamt effizienter gestalten können.

Mehr Informationen erhalten Sie hier...

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
weitere Leserbriefe
18.10.2019 – Marco Seuffert zum Artikel „Keine doppelten Abschlusskosten bei Riester-Renten mehr” mehr ...

Das VersicherungsJournal finanziert sich überwiegend durch Werbeeinnahmen. Dazu gehört auch, dass für die Bannerwerbung Cookies gesetzt werden. Dafür hoffen wir auf Ihr Verständnis und bitten um Ihre Zustimmung.

Nutzung mit Werbung und Cookies

Ich stimme der Verwendung von Cookies für Webanalyse und personalisierte Werbung (Tracking) zu. Details hierzu finden Sie nachfolgend und in unserer Datenschutzerklärung.

Verarbeitungszwecke

Eine Verarbeitung der auf Ihrem Gerät gespeicherten Informationen wie z.B. Cookies oder persönliche Identifikatoren, IP-Adressen sowie Ihres individuellen Nutzungsverhaltens erfolgt dabei zu den folgenden Zwecken:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
    Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Geräte-Kennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
    Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

Hinweise

Mit der Einwilligung stimmen Sie gemäß Art. 49 Abs. 1 DSGVO zu, dass auch Anbieter außerhalb der EU Ihre Daten verarbeiten. In diesem Falle ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Andere als die vorstehend genannten Daten werden mittels Cookies oder ähnlichen Technologien nicht gespeichert.
Im Übrigen setzen wir darauf, mit Leserdaten so sparsam wie möglich umzugehen. So setzen wir zum Beispiel zum Zählen der Seitenzugriffe einen Server ein, auf den nur wir selbst Zugriff haben. Auch das aktive Weitergeben von Namen, Anschriften oder E-Mail-Adressen an Werbetreibende kommt für uns selbstverständlich nicht in Betracht.

Impressum - Datenschutzerklärung