Auf der Strecke bleibt dann die private Vorsorge

9.12.2020 – Der Staat benötigt in Zukunft dringend zur Sicherung der Sozialsysteme frische Gelder, weshalb man zunächst die staatlich geförderten Privatrenten einführte, welche nun nach anfänglicher Euphorie berechtigt kritisiert werden. Dann wurde die private Krankenversicherung (PKV) immer weiter zurückgedrängt und nun kommt die verpflichtende staatliche Rente für alle Selbstständigen.

Teile der Regierung möchten ja auch die PKV als Vollversicherung abschaffen, was, denke ich, in Zukunft ebenfalls vollzogen werden wird. Corona und die ruinös aufgebaute Staatsverschuldung beschleunigen die Wandlung nur noch und vergessen darf man auch nicht die Europäische Union, über welche ebenfalls der Pleitegeier kreist.

Fair wäre, wenn auch alle Beamten in das gleiche System einzahlen müssten, da grundlegend alle Bürger gleichzustellen sind. Viele Selbstständige werden sich die zusätzlichen Kosten gerade zu Beginn nicht leisten können. Vor allem Solohandwerker und auch viele Versicherungsvermittler, welche meist ebenfalls nicht mehr wirtschaftlich tragbar ihre Tätigkeit ausführen können.

Andererseits werden in Start-ups wie zum Beispiel Online-Versicherungsvermittler zweistellige Millionenbeträge investiert, damit die Umverteilung von Geschäft weg von einer qualitativen Beratung hin zu Datensatzsammlern vorangetrieben wird. Es wird weniger Soloselbstständige geben und andererseits sieht man aber auch zum Beispiel in Österreich, dass auch Selbstständige in die Sozialsysteme einzahlen können. Auf der Strecke bleibt dann halt die private Vorsorge.

Hans-Juergen Kaschak

info@veka-online.de

zum Artikel: „Altersvorsorgepflicht für Selbstständige wird konkreter”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Coronavirus · Private Krankenversicherung · Rente · Versicherungsvermittler
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