Anonyme Risikovoranfrage bei unterschiedlichen Versicherern

14.8.2018 – Es wäre ein schlechter Rat an Versicherungsmakler, sich die Vorarbeit der Risikoprüfung mit Ermittlung aller Vorerkrankungen – auch in Form der Auswertung der Krankenakte – zu sparen und diese dem Versicherer zu überlassen. Denn wer bereits wegen einer Erkrankung in Behandlung war, hat oft Probleme, eine Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung überhaupt oder ohne Erschwernisse abzuschließen.

Daher empfiehlt es sich, mit einer anonymen Risikovoranfrage bei unterschiedlichen Versicherern die Versicherbarkeit im Hinblick auf deren Bewertung von Vorerkrankungen, Hobbys und Beruf zu prüfen. Wer dies, wie hier bei der neuen Produktidee, unterlässt, riskiert einen negativen Eintrag in die HIS-Wagnisdatei, mit der Versicherer Informationen über ihre – soweit nicht anonym – Antragsteller austauschen. Damit vermindert sich die Chance auf eine BU-Versicherung zu akzeptablen Konditionen.

Dass übrigens für die Beitragsdynamik die Rechnungsgrundlagen des Vertragsschlusses beibehalten werden, bedeutet nicht, dass die Dynamik mit den Beiträgen des ursprünglichen Eintrittsalters gerechnet wird. Vielmehr kommt mit den festgehaltenen Berechnungsgrundlagen der damit berechnete Beitrag zum jeweils erreichten Alter bei jeder Dynamikerhöhung zur Anwendung.

Damit steigen die zugesagten Leistungen mit zunehmendem Alter geringer als die dynamisierten Beiträge. Wer die volle Leistungsdynamik will, muss sie statt der Beitragsdynamik vereinbaren und dafür überproportional steigende Beiträge zahlen.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Neue Nürnberger-BU: GKV-Check ergänzt Gesundheitsfragen”.

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