An dieser Rechtsprechung kann man verzweifeln

19.4.2018 – Man kann nur hoffen, dass letztinstanzlich dieses Urteil zugunsten des Arbeitnehmers abgeändert wird. Einerseits wird festgestellt, dass die Versetzung rechtswidrig erfolgte, andererseits wird die Entschädigung teilweise so ermittelt, als wenn genau das nicht der Fall gewesen wäre.

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Allein, dass die Heimfahrten, die auch noch auf „alle zwei Wochen” begrenzt wurden, dem privaten Bereich zugeordnet wurden und somit aus dem zeitlichen Aufwand heraus nicht schadenersatzpflichtig sind, lässt mich an dieser Rechtsprechung (ver)zweifeln.

Dem Kläger geht doch erkennbar durch die rechtswidrige Versetzung Freizeit verloren, die bei korrektem Verhalten des Arbeitgebers zur Verfügung gestanden hätte. Genauso gut könnte der Arbeitgeber unbezahlte Überstunden, hier wären es mindestens circa zwölf Stunden wöchentlich, anordnen. Es wäre ja nur verlorene Freizeit.

Rainer Weckbacher

rweckbacher@aol.com

zum Artikel: „Wenn jemand zu Unrecht versetzt wird”.

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Schadenersatz
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