Abriebtempo nimmt drastisch zu

16.7.2018 – Besonders anzumerken ist hier natürlich, dass nun innerhalb eines halben Jahres rund 14.000 Vermittler ausgeschieden sind, während es vorher rund 7.000 bis 8.000 pro Jahr waren. Das heißt, das Abriebtempo nimmt drastisch zu.

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Wir selbst überlegen ebenfalls, obwohl wir seit 1992 Versicherungsmakler sind, aus diesem Markt auszuscheiden beziehungsweise unsere Bestände nicht mehr aktiv zu betreuen. Warum:

DSVGO ist für uns kaum zu händeln, BRSG wird von den Versicherern gelobt und als Vertriebsturbo beschrieben, für uns Vermittler ergibt sich hierbei ein riesiger Beratungsaufwand für kleines Geld, die Stornohaftzeiten betragen bei manchen Gesellschaften inzwischen wesentlich mehr als fünf Jahre, Laufzeitenfaktoren schmälern die sowieso schon drastisch gekürzten Provisionssätze erneut, der Support der Gesellschaften war noch nie so schlecht wie zur Zeit und so weiter.

Es gäbe noch viele weitere Argumente, die wir anführen könnten auf der Produktpartnerseite.

Hinzu kommt noch, dass auf der Kundenseite es auch nicht einfacher geworden ist. Viele Kunden wollen nichts tun für ihre Altersvorsorge und geben ihr Geld lieber kurzfristig aus (Autos, Urlaube). Außerdem ändern sie dauernd ihre Pläne, was eine Finanzplanung (im Sinne von mittelfristig bis langfristig) schier unmöglich macht.

Wie heißt es doch so schön: Einem toten Gaul kann man noch so sehr die Sporen geben, er wird aber trotzdem nicht weiterlaufen. Unsere Vermittlerbranche wurde systematisch zerstört von Politik, Presse und auch Versicherern.

Werner Herrmann

postmaster@herrmann-finanz.de

zum Artikel: „Vermittlerzahl schrumpft rapide weiter”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · BRSG · Gewerbeordnung · Provision · Storno · Versicherungsmakler
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