Abhängig Beschäftigte können doch nicht gegen das Interesse ihres Arbeitgebers arbeiten

24.8.2020 – Es gibt also einen „internen Konflikt” und es sei ein „Interessengegensatz entstanden, der dafür sorgt, dass unser Einkauf lieber andere Zuwendungen verhandelt, als hohe Courtagekonditionen“, sagt Oliver Pradetto. Diesen Konflikt gelte es jetzt aufzulösen, auch im Interesse der Partner.

Wenn es einen Interessengegensatz zwischen Pradetto und der Einkaufsgemeinschaft auf der einen Seite und der 300.000 Euro jährlich kostenden Einkaufsabteilung auf der anderen Seite gibt, dann kann dieser doch ganz einfach arbeitsrechtlich gelöst werden. Die Einkaufsabteilung wird angewiesen, gegebenenfalls abgemahnt, oder man trennt sich von Mitarbeitern, die gegen die Interessen der Einkaufsgemeinschaft und von Pradetto arbeiten.

Abhängig Beschäftigte in einer Einkaufsabteilung können doch nicht einfach auf Dauer gegen das Interesse ihres Arbeitgebers arbeiten, wenn man sie nicht lässt. Es ist doch bei gegebenen arbeitsrechtlichen Möglichkeiten nicht erforderlich, erst das wirtschaftliche Umfeld so zu ändern, dass ein „Interessenkonflikt” zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber über die fachliche Arbeit sich auf diese Weise auflöst.

Der Arbeitnehmer muss nur klar wissen, was das Interesse seines Arbeitgebers ist, und macht es dann zu seinem eigenen – so dass es einen Konflikt schon nicht mehr gibt. Vielleicht zähneknirschend und womöglich mit geheimen Vorbehalten. Und äußerstenfalls mit dem Versuch, dies zu unterlaufen – dann aber muss man eben als Arbeitgeber mit arbeitsrechtlichen Mitteln reagieren.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Blau direkt: „Irgendwann betreibt man Provisionsdumping“”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Arbeitsrecht · Maklercourtage · Mitarbeiter · Private Krankenversicherung · Provision
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