WERBUNG

Wie sich die Gehälter in der Assekuranz entwickelt haben

3.6.2019 – Die tariflichen Monatsverdienste haben sich zwischen Januar und März 2019 im Schnitt um 2,6 Prozent erhöht. Die Finanz- und Versicherungs-Dienstleister schneiden mit 1,9 Prozent deutlich unterdurchschnittlich ab. Im Vergleich zu 2015 wuchs der Tarifindex in keinem Wirtschaftszweig schwächer. Dies geht aus aktuellen Destatis-Daten hervor.

WERBUNG
Kennen Sie Ihren Marktwert?
Mit einem Stellengesuch in unserem Anzeigenmarkt finden Sie ihn heraus.
Kostenlos und unter Chiffre...

Im Auftaktquartal 2019 sind die monatlichen Tarifverdienste in der Bundesrepublik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Schnitt um 2,6 Prozent angestiegen. Dies zeigen am Freitag vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichte Daten. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum laut Destatis nur um 1,4 Prozent.

Zu den Tarifverdiensten zählt das Amt tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen.

Den Anstieg ohne Sonderzahlungen bezifferte Destatis in den ersten drei Monaten von 2019 auf 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal 2018 hatte der Zuwachs noch bei 3,3 Prozent mit beziehungsweise 3,2 Prozent ohne Sonderzahlungen gelegen (VersicherungsJournal 4.3.2019).

Zum Teil riesige Branchenunterschiede

Ein Blick auf die einzelnen Wirtschaftszweige offenbart erneut große Unterschiede. So nahmen zwischen Januar und März 2019 die Bezüge (inklusive Sonderzahlungen) im Baugewerbe mit 4,4 Prozent um zwei Drittel stärker zu als insgesamt.

Überdurchschnittlich hohe Zuwächse gab es auch im Bereich „Verkehr und Lagerei“ (plus über vier Prozent) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (plus über 3,4 Prozent) wie auch im verarbeitenden Gewerbe (plus 3,3 Prozent).

Unterdurchschnittliche 1,9-Prozent-Steigerung

Tarifverdienste (Bild: Destatis)
Tarifverdienste nach Branchen im ersten Quartal 2019.
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Destatis)

Für den Wirtschaftsbereich „Erbringung von Finanz- und Versicherungs-Dienstleistungen“ weist das Statistische Bundesamt eine unterdurchschnittliche Steigerung von 1,9 Prozent aus. Der gleiche Wert wird für den Bereich „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ ausgewiesen. Nur im Segment „Erziehung und Unterricht“ fiel der Zuwachs noch niedriger aus.

Zur Entwicklung in den beiden letztgenannten Wirtschaftszweigen teilte das Statistische Bundesamt Folgendes mit: „Dies ist im Wesentlichen auf den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) zurückzuführen.

Dieser lief zum 31. Dezember 2018 aus und wurde Anfang März 2019 neu abgeschlossen. Die daraus resultierende Tariferhöhung wird allerdings frühestens ab Mai 2019 rückwirkend zum Januar 2019 ausgezahlt und konnte somit in diesem Quartal bei den Berechnungen noch nicht berücksichtigt werden.“

Letzte Tariferhöhungen bei maximal zwei Prozent

Im Dezember war die zweite Stufe des aktuellen Tarifvertrags für die Versicherungs-Angestellten im Innendienst in Kraft getreten. Demnach stiegen die Gehälter um 1,7 Prozent. Die Vereinbarung läuft im August 2019 aus (VersicherungsJournal 30.8.2017, 1.9.2017). Derzeit verhandeln die Tarifpartner über einen neuen Manteltarifvertrag (VersicherungsJournal 23.1.2019).

Die Angestellten im Außendienst erhielten zuletzt im November 2018 zwischen 1,2 Prozent und 1,4 Prozent mehr (VersicherungsJournal 30.11.2017). Die Beschäftigten bei Versicherungsagenten und -maklern erhalten seit September um zwei Prozent angehobene Vergütungen (VersicherungsJournal 13.8.2018).

Finanzdienstleister im Branchenvergleich weit abgeschlagen

Weiterführendes Datenmaterial von Destatis gibt Aufschluss darüber, wie sich das Salär in den einzelnen Wirtschaftszweigen seit 2015 entwickelt hat. So ist der tarifliche Monatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) in der Gesamtwirtschaft im Betrachtungszeitraum auf einen Wert von 109,3 gestiegen (2015 = 100).

Ein deutlich überdurchschnittlicher Indexwert von über 114 wird nur für den Bereich „Wach-/ Sicherdienste, Detekteien“ ausgewiesen. Indexwerte von jeweils knapp unter 111 hatten drei weitere Wirtschaftsbereiche zu verzeichnen.

Der aktuelle Wert für die Finanz- und Versicherungs-Dienstleister bleibt mit 106,5 nicht nur ein ganzes Stück hinter dem Gesamtdurchschnitt zurück. In keiner anderen Branche verlief die Einkommensentwicklung schlechter.

Index Wirtschaftszweige (Bild: Wichert)

Versicherungsgewerbe: beim Verdienst deutlich über dem Schnitt

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht im Quartalsrhythmus auch Daten zum durchschnittlichen Monatsverdienst. Dabei schneiden die Versicherungs-Angestellten, anders als bei den oben aufgeführten Indexwerten, deutlich überdurchschnittlich ab.

So lag der durchschnittliche Monatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten im Versicherungsgewerbe um über ein Viertel über dem der Gesamtwirtschaft. Für das Jahr 2018 wird in der Statistik ein Verdienst (ohne Sonderzahlungen) von im Schnitt rund 4.850 Euro aufgeführt (VersicherungsJournal 25.3.2019).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Außendienst · Gesundheitsreform · Sozialversicherung · Tarifvertrag · Versicherungsvertreter
 
WERBUNG
WERBUNG
Mehr Umsatz durch professionelle Kundenpflege

Ob Kundenzeitung, Homepage oder Newsletter – durch regelmäßige Fachinformationen bieten Sie Ihren Kunden echten Nutzen.
Sie haben keine Zeit dafür? Die Autoren des VersicherungsJournals nehmen Ihnen das Schreiben ab.

Jetzt auch für Ihren Social Media Auftritt.

Eine Leseprobe und mehr Informationen finden Sie hier...

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
WERBUNG
Wenn der Umweg statt zur Arbeit vors Gericht führt

Wegeunfälle sind oft Anlass für einen Streit mit der Berufsgenossenschaft. Dann entscheiden Richter über die Versicherungsleistung.
Über aktuelle Urteile und Lücken im gesetzlichen Unfallschutz berichtet ein neues Dossier...

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Wie gewinnen Sie Ihre Neukunden?

Kunden gewinnen mit Vorträgen

Mit vielen Problemen wollen sich Verbraucher nicht beschäftigen.
In Vortragsveranstaltungen bringen Sie sie dazu, ein Thema zu ihrer eigenen Sache zu machen.

Interessiert?
Dann klicken Sie hier!

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
20.5.2019 – In fast allen Branchen wird in großem Stil Personal angebaut. Nicht so in der Finanz- und Versicherungsbranche, die sich nach aktuellen Destatis-Zahlen komplett vom positiven Gesamttrend abgekoppelt hat. (Bild: Wichert) mehr ...
 
4.3.2019 – Die Tarifverdienste in Deutschland sind auch im vierten Quartal stark angestiegen. Dies zeigen jüngst vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Zahlen: Die geben auch Aufschluss darüber, wie die Finanz- und Versicherungs-Dienstleister abschneiden. (Bild: Wichert) mehr ...
 
30.1.2019 – Die Herausforderungen und Hürden des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Versicherungen und die häufigsten Leiden von Arbeitnehmern in der Branche wurden vom Arbeitgeberverband analysiert und diskutiert. (Bild: Winkel) mehr ...
 
13.8.2018 – Ab September erhalten die Azubis und Angestellten der Agenten und Makler mehr Geld. Für die angestellten Außendienstler gelten dann höhere Mindestgehälter. Im Vergleich zu den Vergütungen bei den Versicherern bestehen zum Teil große Unterschiede. (Bild: BVK) mehr ...
 
2.8.2018 – Die Assekuranz unterliegt immer mehr Regulierungen. Das schlägt sich offensichtlich zunehmend auch in der Beschäftigtenstruktur nieder, wie die Zahlen des Arbeitgeberverbandes zeigen. (Bild: AGV) mehr ...
 
26.3.2018 – Die Zahl der Erwerbstätigen hat 2017 ein Rekordhoch erreicht, Tendenz weiter steigend. Dies gilt für alle Branchen – bis auf die Finanz- und Versicherungs-Dienstleister. Sie blicken nach neuester Prognose einer düsteren Zukunft entgegen. (Bild: IAB) mehr ...
 
9.1.2018 – Ob die Auszubildenden Kaufleute für Versicherungen und Finanzen zu den Besser- oder Schlechter-Verdienenden gehören, zeigt ein Vergleich der Vergütung in über 150 Ausbildungsberufen. (Bild: Wichert) mehr ...
 
8.1.2018 – Welche Auswirkungen der mögliche Aufschub der Anwendung der IDD auf die Weiterbildungspflicht haben könnte und welche Art Seminare womöglich künftig nicht mehr als Weiterbildung anerkannt werden könnte. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
WERBUNG