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So (un)attraktiv ist die Assekuranz für den Führungsnachwuchs

28.9.2018 – Keine Branche ist unter Nachwuchskräften so unbeliebt wie die Finanz- und Versicherungsbranche. In Sachen Attraktivität reichte es nur zum vorletzten Platz, wie das aktuelle „Young Professionals Barometer“ von Trendence zeigt. Fast jeder Dritte, der in dieser Branche arbeiten möchte, will dies bei der Allianz tun. Dahinter folgen die Munich Re und die Axa.

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Unter den Wunscharbeitgebern von Schülern wie auch von examensnahen Studierenden verschiedenster Fachrichtungen sucht man Versicherungskonzerne bis auf wenige Ausnahmen vergeblich. Dies zeigen verschiedene Untersuchungen (VersicherungsJournal 27.6.2018, 27.4.2018, 13.12.2017).

Nur ein Versicherer unter den Top-100-Arbeitgebern

Beim hart umkämpften Führungs- und Fachkräftenachwuchs sieht dies nicht anders aus. Unter den Top-100-Arbeitgebern findet sich nur der Allianz-Konzern – und das auch erst an 27. Stelle. Dies ist ein Ergebnis des am Freitag veröffentlichten „Young Professionals Barometers“ der Trendence Institut GmbH.

Basis der Untersuchung ist eine zwischen Mai und Juli durchgeführte Onlineumfrage unter sogenannten Young Professionals, die als Akademiker mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung definiert sind. Beteiligt haben sich insgesamt 18.113 Personen. 1.167 Umfrageteilnehmer sind in der Finanzbranche tätig und bei Versicherern oder Banken beschäftigt.

Differenz von Beliebtheit und Unbeliebtheit

Etwas besser schneiden die Kreditinstitute ab, von denen immerhin einer Handvoll zur Top 100 der Nachwuchsführungskräfte gehört. Allerdings kommt die Europäische Zentralbank als Spitzenreiter ihrer Zunft über den 26. Platz nicht hinaus – und liegt damit direkt vor der Allianz.

Dies dürfte insbesondere mit der Attraktivität der Finanzbranche zusammenhängen. Die Branchenattraktivität berechnet Trendence aus der Differenz von Beliebtheit und Unbeliebtheit. Für die Beliebtheit wird der Anteil derjenigen Umfrageteilnehmer herangezogen, die sich auf jeden Fall in der Branche bewerben wollen. Davon wird dann der Anteil derjenigen abgezogen, die sich auf keinen Fall in der Branche bewerben wollen.

Nur eine Branche ist unattraktiver als die Finanzbranche

Wie exklusive Detaildaten aus dem Barometer zeigen, ist keine andere Branche so unbeliebt wie die Finanzbranche. Denn mehr als jeder dritte Young Professional schließt Banken und Versicherer kategorisch als potenzielle Arbeitgeber aus.

Unbeliebteste Branchen (Bild: Wichert)
Lesebeispiel: 35,2 Prozent der Young Professionals würden sich auf keinen Fall bei Banken oder Versicherern bewerben, wenn sie einen neuen Job suchen (Bild: Wichert)

Da sich umgekehrt nur gut jeder Vierte auf jeden Fall in der Finanzbranche bewerben möchte, liegt die Attraktivität hier bei einem Wert von minus 13. Noch unattraktiver ist nur eine der 14 aufgeführten Branchen – und zwar die Medien- und Werbebranche.

Am attraktivsten ist – dem anhaltenden Dieselskandal zum Trotz – die Automobilbranche mit einem Wert von über 40. Dahinter folgen die Wirtschaftszweige „Maschinenbau“ und „Forschung, Pharma und Gesundheit“ mit Werten zwischen über 30 beziehungsweise gut 26.

Branchenattraktivität (Bild: Wichert)

Die Top-Arbeitgeber aus der Versicherungsbranche

Unter denjenigen Young Professionals, die in der Finanzbranche arbeiten wollen, wurden im Rahmen der Untersuchung auch die beliebtesten Arbeitgeber ermittelt. Hier gibt es bei den Versicherern einen eindeutigen Spitzenreiter: Fast jeder Dritte nannte die Allianz. Mit riesigem Abstand dahinter folgt die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Munich Re), für die etwa jeder Elfte votierte.

Relativ eng ging es auf den Plätzen drei bis sechs zu, die nur um 1,4 Prozentpunkte auseinanderliegen. Die Axa Konzern AG schob sich an der Techniker Krankenkasse vorbei auf den Bronze-Rang. Unverändert auf Position fünf liegen die Allgemeinen Ortskrankenkassen, während der R+V-Konzern sich von sieben auf sechs verbesserte.

Top-Arbeitgeber bei Versicherern (Bild: Wichert)
Lesebeispiel: 31,7 Prozent der Young Professionals, die in der Finanzbranche arbeiten wollen, möchten dies bei der Allianz tun (Bild: Wichert)

Neu in der Rangliste ist der Swiss-Re-Konzern auf Position sieben. Er setzte sich knapp gegen die Huk-Coburg Versicherungsgruppe, die Hannover Rück SE, die Ergo Group AG und die Generali Deutschland AG durch.

 
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