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MINT-Kräfte verdienen bei Versicherungen fast am meisten

17.9.2020 – Banken bezahlen Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker am besten, machen auf dem Gehaltszettel aber deutliche Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Ein gutes Auskommen haben diese Fachkräfte auch in der Versicherungsbranche und bei Finanzdienstleistern.

Absolventen der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) brauchen sich trotz Coronakrise keine Sorgen um ihre berufliche Laufbahn und ihr Salär zu machen. Mitarbeiter mit diesen Qualifikationen sind am Arbeitsmarkt heißbegehrt und werden dementsprechend auch gut bezahlt.

Das belegt eine nicht-repräsentative Umfrage unter rund 40.000 Fach- und Führungskräften des Jobportals Stepstone GmbH.

Finanzbranche zahlt MINT-Kräfte am besten

Bei der Auswertung zeigt sich ein deutliches Gefälle je nach Bildungsabschlüssen. MINT-Fachkräfte mit Promotion kommen im Schnitt auf 73.000 Euro im Jahr. Wer einen Master hat, erhält etwa 59.000 Euro.

Zum Vergleich: Das Bruttodurchschnitts-Gehalt beziffert Stepstone auf 57.200 Euro. Die Geschlechter liegen hier noch nicht so weit auseinander. Männern zahlen die Arbeitgeber im Schnitt 57.900 Euro und Frauen 52.100 Euro.

Die Finanzbranche lässt sich das mathematisch begabte Personal am meisten kosten. Die Banken liegen bei den Gehältern für MINT-Mitarbeiter auf dem ersten Platz. Die Geldinstitute zahlen im Schnitt 70.700 Euro. Das starke Geschlecht streicht hier 72.000 Euro ein, die Kolleginnen mit 61.500 Euro 10.500 Euro weniger.

Stepstone: Top-10-Branchen für MINT-Fachkräfte

Branche

Bruttodurchschnitts-Gehalt in Euro*

MINT-Männer Gehalt in Euro*

MINT-Frauen Gehalt in Euro*

Banken

70.700

72.000

61.500

Versicherungen

67.000

67.700

62.300

Finanzdienstleister

66.500

67.000

63.700

Konsum- / Gebrauchsgüter

65.800

68.000

55.000

Fahrzeugbau- und zulieferer

64.200

64.500

60.800

Unternehmensberatung Wirtschaftsprüfung Recht

62.500

64.400

54.700

Pharmaindustrie

62.100

64.000

58.100

Chemie- und Erdölverarbeitende-Industrie

61.400

62.100

57.500

Luft- und Raumfahrt

61.000

61.600

56.000

Medizintechnik

60.400

61.600

54.800

Gender-Pay-Gap in der Versicherungsbranche vergleichsweise gering

In der Versicherungsbranche ist der sogenannte „Gender-Pay-Gap“ für Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker nicht ganz so hoch. Das durchschnittliche Einkommen beträgt hier 67.000 Euro. Männer verdienen in der Assekuranz laut Umfrage der Online-Jobbörse 67.700 Euro und Frauen 62.300 Euro.

Der Gender-Pay-Gap lässt sich unter anderem auch damit erklären, dass Männer häufiger Management- und Führungspositionen innehaben.

André Schaefer, Gehaltsexperte bei Stepstone

„Der Gender-Pay-Gap lässt sich unter anderem auch damit erklären, dass Männer häufiger Management- und Führungspositionen innehaben“, sagt André Schaefer, Gehaltsexperte bei Stepstone, gegenüber dem VersicherungsJournal. „Während beispielsweise fast ein Drittel der Männer Personalverantwortung tragen, sind es nur 18 Prozent bei den Frauen.“

Im Süden der Republik wird mehr bezahlt

Im Vergleich der Bundesländer lohnen sich für die MINT-Fachkräfte insbesondere Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Hier liegen die Jahresgehälter bei über 60.000 Euro. Weniger als 50.000 Euro gibt es hingegen in den ostdeutschen Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

MINT-Personal dürften die Tore der Versicherer weit offen stehen: Auf einen Mangel an Mathematikern in der Assekuranz machte kürzlich Guido Bader, Vorstandschef der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) gegenüber dem Branchendienst „Cash.online“ aufmerksam. Nach seinen Schätzungen fehlen der Branche 2.000 bis 3.000 Versicherungs-Mathematiker.

Am Geld kann es nicht liegen: Das Anfangsgehalt eines Mathematikers mit einem Masterabschluss beziffert Bader bei Erstversicherern auf 50.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr.

Innendienst liegt vor Außendienst

Die Gehalt.de GmbH hat kürzlich Jobangebote und Einkommen für Berufseinsteiger unter die Lupe genommen und die Ergebnisse auf ihrem Portal veröffentlicht.

Für zwei Berufsbilder in der Versicherungsbranche analysierte die Plattform für das VersicherungsJournal ihre Datensätze der vergangenen Wochen: „Sachbearbeiter Versicherungen im Innendienst“ und „Versicherungsberater im Außendienst“. Im Schnitt verdienen die Einsteiger im Innendienst etwa 39.500, im Außendienst sind es 33.900 Euro (19.8.2020).

Die Gehälter der Versicherungs-Angestellten im Innendienst stiegen zum 1. April 2020 um 2,8 Prozent. Die nächste Erhöhung erfolgt zum 1. Juni 2021 (plus 2,0 Prozent). Im Rahmen des aktuellen Tarifvertrags wurde zudem eine im Dezember 2019 getätigte Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro vereinbart. Teilzeitbeschäftigte erhielten diese anteilig (2.12.2019).

Die Angestellten im Außendienst erhielten zuletzt im November 2019 im Schnitt ein Prozent mehr (30.11.2017). Nach dem im Juli vereinbarten neuen Tarifvertrag steigert sich das Salär erst wieder zum 1. November 2020. Das Plus liegt je nach Länge der Unternehmens-Zugehörigkeit bei 1,71 oder 1,90 Prozent (7.7.2020).

Bei den Beschäftigten bei Versicherungsagenten und -maklern wurden die Vergütungen zuletzt im September 2019 um 1,3 Prozent angehoben (13.8.2018).

 
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