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Acht Tipps für eine gelungene Weihnachtsrede

5.12.2019 – Eine Weihnachtsfeier ist kein Meeting. Deswegen ist dort kein Platz für Motivationsreden oder Fachvorträge. Werden einige Hinweise beachtet, fällt es nicht schwer, seine Ansprache persönlich zu gestalten und damit Mitarbeiter zu erreichen.

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Irgendwann zwischen Aperitif und Nachtisch einer Weihnachtsfeier ist der richtige Zeitpunkt für die Rede des Chefs. Die verliert sich dann allerdings oft in weihnachtlichen Floskeln, dauert zu lange und langweilt die Anwesenden.

Damit das nicht passiert, werden im Nachfolgenden einige Rhetoriktipps geliefert. Sie zeigen, wie man es bei der Weihnachtsansprache vor den Mitarbeitern besser macht.

Erstens: Der Zuhörer will bei einer Rede etwas erleben

Gute Reden produzieren Kino im Kopf. Eine Rede ist gut, wenn vom Vermittler bis zum Innendienst alle interessiert lauschen.

Eine Rede ist sehr gut, wenn der Redner die Zuhörer mit seinen Worten bewegt und sie in den Bann zieht. Wer fünf Minuten vor 100 Menschen spricht, bräuchte dazu in Einzelgesprächen einen ganzen Arbeitstag. Oder eine Menge Papier.

Die Chance will also genutzt sein. Doch allzu oft wird sie vergeben – mit schnellen „warmen Worten“ von der Stange, die das Zuhörerherz kaum erwärmen. „Worte spüren, Bilder sehen, Botschaften schmecken: In der Erlebnisgesellschaft will der Zuhörer bei einer Rede etwas erleben“, sagt Rhetoriktrainer Peter Flume.

Zweitens: Highlights herauszupicken

Die Weihnachtsrede ist eine Festrede. Der Klang der Rede ist positiv und gehaltvoll, schließlich feiert man im Kreise der Versicherungskollegen. Für Kritik an Mitarbeitern oder Kunden ist kein Platz.

Peter Flume (Bild: Tom Pingel)
Peter Flume (Bild: Tom Pingel)

Allerdings: Ein schnödes „schön, dass wir alle zusammen sind“ reißt niemand von den Sitzen. Es hilft, zwei bis drei Highlights aus dem ablaufenden Jahr herauszupicken, von denen keiner der Mitarbeiter denkt, dass der Chef sie bemerkt hat, so der Rhetorikexperte. Das kann eine Abteilung sein, die fleißig Überstunden gemacht hat, oder die neue Strategie im Kundenservice, die gut bei den Policenehmern ankommt.

Drittens: Den Chef als Menschen erleben

Persönlich werden: Der Chef muss über Dinge sprechen, die ihm am Herzen liegen. Etwas, was man bewusst erlebt hat. Etwa, wenn ein Kollege gerade dann besonnen und ruhig mit Kunden gesprochen hat, als um ihn herum alles drunter und drüber ging. Verpackt in „Ich-Botschaften“ kommen der Appell oder das Lob bestimmt an.

Beispielsweise so: „Ich sehe, Sie haben dieses Jahr alle mit viel persönlichem Einsatz gearbeitet“, „Ich erlebe, dass unser Haus bei den Angehörigen gut ankommt“, „Meine Erfahrung zeigt, dass ...“. Die Mitarbeiter wollen ihren Chef als Menschen erleben. Ein absolutes No-Go sind Powerpoint-Präsentationen.

Viertens: Zurückschauen und in die Zukunft blicken

Haben die Mitarbeiter eine Herkulesaufgabe bewältigt, wie den Zusammenschluss von zwei Teams oder die Agilisierung des Hauses, verdient dieses Highlight Erwähnung. Gut ist ein Beispiel, an dem viele Beschäftigte involviert waren.

Lob ist im Rückblick gut und wird gerne angenommen, weiß Flume, der unter anderem DAX-Unternehmen berät. Wichtig ist aber auch der Ausblick: Die Mitarbeiter wollen wissen, wie es im nächsten Jahr weitergeht. Ein idealer Zeitpunkt, um den Grundstein für neue Aufgaben zu legen.

Fünftens: Werte und Sinn hervorheben

Insbesondere jüngere Menschen suchen Sinn und Wertschätzung in ihrer Arbeit. Diese Aspekte sollten also in einer Ansprache zum Jahresende nicht zu kurz kommen. Auch die Themen Klima und Nachhaltigkeit kommen bei der Generation Smartphone gut an. So holen Sie die Menschen bei ihren Bedürfnissen ab.

Aber bleiben Sie realistisch: Machen Sie sich nicht mit zu großen Plänen unglaubwürdig, sondern heben Sie das hervor, was erreichbar ist. Und zählen Sie auf, wo Ihr Unternehmen bereits gemeinsam CO2 einspart hat oder anderen hilft. Erinnern Sie an Ihren gemeinsamen kleinen Beitrag zur „Weltrettung“.

Sechstens: Kurze Redezeit

Fassen Sie sich kurz. Zehn bis 15 Minuten Redezeit reichen vollkommen aus, empfiehlt Flume.

Wenn es mehrere Geschäftsführer oder Redner gibt, ist zu überlegen, ob die Ansprache zusammen gehalten werden soll. Ähnlich einem Moderatorenpaar, das sich die Bälle zuspielt.

Siebtens: Mitarbeiterehrungen vornehmen

Loben und ehren. Gerade kleine Büros sollten den Jahresrückblick nutzen, um Mitarbeiter, die neu sind, noch mal kurz vorzustellen.

Kollegen, die besonderes geleistet haben, können bei dieser Gelegenheit geehrt werden. Ebenso ist es ein guter Moment, um eine Mitarbeiterin, die ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum feiert, zu beschenken.

Achtens: Grundsätzliche Fehler vermeiden

Die häufigsten Fehler seien hier zum Abschluss kurz aufgezählt: Manche Führungskräfte verwechseln die Weihnachtsfeier mit einem Meeting. Einheizer- oder Motivationsreden sind tabu.

Klar ist: Das Handy darf nicht bimmeln. Echte Stimmungskiller sind unpersönliche Ansprachen, die Distanz aufbauen an einem Tag, an dem es besinnlich und persönlich zugehen soll.

Jens Gieseler

Der Autor ist freier Kommunikationsberater und Journalist.

Schlagwörter zu diesem Artikel
App · Mitarbeiter · Motivation · Nachhaltigkeit · Strategie
 
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