Telefonische Beratung in Rechnung stellen

23.1.2019 – Über die Plattform der Timepay GmbH können Gewerbetreibende ihrer Klientel telefonische Beratungsgespräche in Rechnung zu stellen. Das Angebot, die Preis-Staffelung und die Abrechnung seien für den Nutzer und seinen Kunden gleichermaßen transparent. Die Anmeldung ist umsonst und telefonieren kostet so viel wie ein Firmen-Festnetzgespräch, so der Anbieter.

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Die Neugründung Timepay GmbH stellt sich als eine Business Web-Plattform vor, über die Unternehmen ihren Kunden telefonischen Support und Beratung anbieten, bepreisen und abrechnen können. Zielgruppe sind zum Beispiel Versicherungsvermittler und -berater, Finanz- und Steuerberater sowie Rechtsanwälte und Ärzte.

Das Besondere an dem Timepay-Angebot sei, dass sich „die Gespräche flexibel kostenfrei oder kostenpflichtig gestalten lassen, auch noch während des Gesprächsverlaufs“, so das Unternehmen. Angefallene Beträge könnten Vermittler dann über die Plattform direkt in Rechnung stellen.

Timepay-Team (von links): Geschäftsführer Michael D. Basler und Technikchef Stephan Wirth (Bild Timepay)
Timepay-Team (von links): Geschäftsführer Michael D. Basler und Technikchef Stephan Wirth (Bild Timepay)

Was die Leistung kostet

Geschäftsprozesse werden „transparent angezeigt, digital festgehalten und sind für beide Seiten rechtssicher (DSGVO) gestaltet, nachvollziehbar und nachweisbar“, erklärt Timepay-Geschäftsführer Michael D. Basler gegenüber VersicherungsJournal.

Die Plattform adressiert mit ihrem Angebot Gewerbetreibende und Freiberufler. Die Genannten dürfen Beratungs- und Support Leistungen erbringen und empfangen. Das heißt, „sie können sowohl als Berater als auch als Beratungsempfänger auftreten und flexibel die Seiten wechseln“, so Basler weiter.

Die Anmeldung auf der Plattform ist kostenfrei. Möchte ein Unternehmen über die Plattform kostenlos oder kostenpflichtig beraten oder Support anbieten, benötigt es hierfür so genannte „Timepay-Minuten“, um zu telefonieren.

Diese kann der Vermittler in seinem Kundenbereich kaufen. Eine Minute kostet nach Angaben des Anbieters je nach Tarif zwischen 3,2 und vier Cent die Minute. „Die Kosten liegen somit auf gleichem Niveau, wie ein normales Firmen-Festnetzgespräch“, erklärt dazu das Unternehmen. Zum Start erhalten Neukunden 360 Minuten Anbieterzeit geschenkt.

Anmeldung und Einladung von Kunden

Nach Angaben von Timepay funktioniert der Ablauf für Neukunden folgendermaßen: Der Versicherungsvermittler meldet sich auf der Plattform an. Er lädt seinen Kunden ein, sich ebenfalls zu registrieren.

Der Vermittler ruft seinen Kunden an, oder umgekehrt, und es kommt zu einem für den Kunden kostenfreiem Gespräch.

Soll dieses Gespräch für den Kunden kostenpflichtig weitergeführt werden, tauschen die Gesprächsteilnehmer zunächst per Kopfdruck digital ihre Adressdaten aus. Der Vorgang findet nur einmalig statt. Dies dient laut Anbieter „der maximalen Geschäfts-Transparenz sowie der nachfolgenden Rechnungsstellung“.

Wie das Angebot und die Abrechnung funktionieren

Sobald die Gesprächspartner ihre Adressen in Echtzeit online ausgetauscht haben, kann der Vermittler seinem Kunden während des Gesprächs digital über Remote-Control einen Kostentarif anbieten: Abrechnung in Minuten, Stunden oder zum Festpreis, Vor- und Nachkasse.

Der Klient kann das Angebot dann akzeptieren oder ablehnen. Hier kann er dann die hinterlegten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters einsehen. Privatpersonen müssen allerdings per Mausklick „explizit auf ihr 14-tägiges gesetzliches Widerrufsrecht verzichten, da die Beratung über Timepay sofort erfolgt“, erklärt das Unternehmen dazu.

Über Remote-Control zeigt die Plattform beiden Parteien jetzt den vereinbarten Kostentarif, die aufgelaufene Summe (bei Minutentarifen) und die aktuelle Gesprächszeit in Echtzeit an. Beide Parteien können den kostenpflichtigen Teil des Gesprächs jederzeit pausieren oder stoppen, so der Plattform-Betreiber.

So sieht sich Timepay im Vergleich (Bild: Timepay)
So sieht sich Timepay im Vergleich (Bild: Timepay). Zum Vergrößern Bild klicken.

Technische Voraussetzungen

Der Vermittler kann den aufgelaufenen Betrag dann über die Plattform direkt in Rechnung stellen. Der Kunde erhält die Rechnung per E-Mail und begleicht per Banküberweisung.

Eine Webcam mit Mikrofon sei Voraussetzung für die Nutzung des Angebots. Aktuell unterstützt die Plattform die Browser „Chrome“ und „Firefox“. Die Installation einer Software oder eines Plugins sei nicht notwendig.

Leserbriefe zum Artikel:

Rüdiger Falken - Mit Vermittlern die falschen Adressaten ausgesucht. mehr ...

Silvia Jargon - Sinn des Angebots erschließt sich nicht. mehr ...

Philipp Clemens - Bezahlung über eine Plattform scheint eine Vereinfachung zu sein. mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Datenschutz · Technik · Versicherungsvermittler · Zielgruppe
 
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