Was man wann und wo fotografieren darf

8.1.2018 – Bilder haben mit den neuen Medien ein neues Gewicht in der Berichterstattung erhalten. Oft sind sie bedeutender als der Text beziehungsweise haben eine wichtige Funktion, weil sie den Leser in den Text hineinziehen sollen. Deshalb wird auch für Autoren die Beschäftigung mit dem Medium Bild immer wichtiger.

WERBUNG

Fotografieren ist heutzutage ganz einfach: Jeder hat sein Smartphone dabei, und damit macht man auch noch Bilder in einer ansprechenden Qualität. Warum also nicht schnell den neuen Messestand aufnehmen – und ab mit dem Foto in den Facebook-Account?

Dumm nur, dass vor dem Stand gerade Rechtsanwalt XY steht. Aber er zeigt dem Fotografen ja den Rücken, da kann doch nichts schiefgehen?

Einzelfall prüfen

Dass Menschen nicht ungefragt fotografiert und dann „gepostet“ werden wollen, ist einleuchtend. Hier gilt das Persönlichkeitsrecht. Daneben sind das Urheberrecht wie auch das Kunsturheberrecht zu beachten. Daraus folgt zum Beispiel, dass man eine Erlaubnis braucht, wenn Fotos von Personen veröffentlichen werden. Rechtsanwalt XY sollte also gefragt werden, ob er mit aufs Foto möchte und wie weit seine Einwilligung reicht.

Ganz anders stellt sich die Sache dar, wenn der Advokat Teil einer großen Menschenmenge ist. Hier kann der Fotograf schließlich nicht jeden nach seiner Einwilligung fragen. Solche Aufnahmen dürfen dann gemacht und verbreitet werden, wenn die abgebildeten Personen „nur als Beiwerk“ für einen Ort, eine Versammlung oder einen Vorgang dienen.

Also den Anwalt gefragt, geknipst – alles geritzt? Auch hier kommt es wieder auf den Einzelfall an. Für Aufnahmen innerhalb eines Gebäudes ist in der Regel eine Genehmigung einzuholen. Was genau zu beachten ist, kann auf dieser Seite eines Infoportals nachgelesen werden.

Eigenes Bildformat bei Apple

Apropos mit dem Smartphone fotografieren: Wer dies mit dem neuen iPhone 8 unter iOS 11 tut, könnte ungeahnte Probleme bekommen. Denn mit dem neuen Modell hat Apple das neue Bildformat HEIF zum Standard für Fotos gemacht.

Das HEIF-Format (High Efficiency Image Format) wurde bereits vor 17 Jahren entwickelt, seit 2015 existiert es in seiner endgültigen Fassung. Sein Vorteil soll in dem damit verBundenen Verfahren für die Bildkompression liegen.

Der Nachteil: Bislang gilt bei der digitalen Fotografie das JPG-Format als Standard. Das betrifft nicht nur das Fotografieren selbst, sondern auch Browser und Programme zur Bildbearbeitung. Diese können mit dem neuen Format nicht umgehen. Was HEIF eigentlich ist, wie es sich dennoch mit anderen Systemen nutzen lässt und Informationen zu Lizenzrechten, finden sich unter diesem Link.

Schlagwörter zu diesem Artikel
App · Social Media
 
WERBUNG
Autor beim VersicherungsJournal werden

Haben Sie zu einem für unsere Zielgruppe spannenden Thema etwas Wichtiges zu sagen, das bisher noch nicht publiziert wurde? Und können Sie journalistische Texte oder Bücher verfassen?

Dann bewerben Sie sich bei uns als Autor!

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Autorenseite.

WERBUNG
Autoreninformation

Newsletter zum Publizieren im VersicherungsJournal

In einem regelmäßig per E-Mail versandten „Autorenreport“ erhalten Fachautoren Anregungen und Hinweise zum Erstellen von Beiträgen für unsere Publikationen.

Bitte hier bestellen...

WERBUNG