Finden Sie die richtigen Worte

18.12.2017 – Wörter prägen die Wirklichkeit und umgekehrt. Das zeigt sich zum Beispiel beim „Wort des Jahres“, das alljährlich gekürt wird. Oft sind mit einzelnen Wörtern ganze Bilder verbunden, die dem Leser ein intuitives Verständnis von komplexen Zusammenhängen ermöglichen.

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Regelmäßig zum Ende des ablaufenden Jahres kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. (GfdS) in Wiesbaden das „Wort des Jahres“. Was auf die Auswahlliste kommen, muss die politische oder gesellschaftliche Debatte der vergangenen Monate entscheidend geprägt haben. Oder, wie es die GfdS formuliert, den „sprachlichen Nerv“ treffen.

Der Erstplatzierte

In diesem Jahr haben die Juroren „Jamaika-Aus“ auf den ersten Platz gesetzt. Dahinter folgen auf der Liste der „Wörter des Jahres 2017“ die „Ehe für alle“ und „#MeToo“. Beim Erstplatzierten, so die Begründung, würden nicht nur die „besonderen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung“ zum Ausdruck kommen. Das Wort lenke „den Blick auch auf eine interessante Wortbildung“.

Zumindest zeigt es, dass der sprachliche Gestaltungsdrang oft kreativer ist als der politische Wille. Oder in den Worten des CSU-Generalsekretärs Andreas Scheuer ausgedrückt: „Es wird immer klarer, Jamaika wird keine Lustreise“.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki wiederum steuerte die Erkenntnis bei: „Jamaika ist eine Insel. [...] Wenn man auf einer Insel immer geradeaus geht, geht man im Kreis.“ Aus dem Fundus von Herrn Scheuer stammt wiederum: „Wir sind massiv in Verzug. Und erst beim Studium der Reisekataloge, nicht beim Buchen von Flugtickets.“

Griffige Bilder finden

Es zeigt sich: Wörter prägen die Wirklichkeit und umgekehrt. Mit ihnen wird oft ein einprägsames Bild geprägt, das sich verselbstständigen kann.

Ist einmal ein griffiges, sprechendes Bild gefunden, kann es eine Geschichte transportieren und dem Leser ein intuitives, nachhaltiges Verständnis von komplexen Zusammenhängen ermöglichen. Deswegen ist die Arbeit mit Sprachbildern ein wichtiges Element, um Lesern einen spontanen und emotionalen Zugang zu Informationen zu bieten.

Eine Übersicht über gängige Sprachbilder, nach verschiedenen Bereichen geordnet, bietet diese Internetseite des Anbieters Textakademie.de. Sie zeigt anschaulich, wie durch die Auswahl von Wörtern eine Geschichte ihren besonderen Dreh bekommt. Und wenn einmal das passende Wort fehlt, hilft ein Synonymwörterbuch weiter. Etwa Band 8 aus der Duden-Reihe oder der Klassiker „Sag es treffender“ von A. M. Textor.

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