So wichtig ist das PKV-Zusatzgeschäft für unabhängige Vermittler

14.2.2017 – Das Neugeschäftsanteil bei PKV-Zusatzversicherungen ist bei unabhängigen Vermittlern in den letzten Jahren zurückgegangen, wie der Vertriebswege-Survey PKV von Willis Towers Watson zeigt. Nach der Marktstudie zum „Asscompact Award private Kranken- und Pflegeversicherung 2017“ erwartet der Großteil der Makler und Mehrfachvertreter steigende Courtageeinnahmen – und eine deutliche Bedeutungszunahme des Zusatzversicherungs-Geschäfts für das Courtageaufkommen.

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Während es in der Krankenvollversicherung 2016 zum fünften Mal in Folge einen Rückgang des Vollversichertenbestands gegeben hat (VersicherungsJournal 26.1.2017), ging es in der Zusatzversicherung ein weiteres Mal aufwärts.

Nach vorläufigen Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) erhöhte sich der Bestand um gut ein Prozent auf 25,1 Millionen Policen. Auf Zehnjahressicht hatte die PKV-Branche einen Zuwachs von über einem Drittel zu verzeichnen.

Bild: Wichert

Unabhängige Vermittler verlieren Neugeschäftsanteile

Im Neugeschäft gehörten die unabhängigen Vermittler in den vergangenen Jahren allerdings nicht zu Gewinnern bei den Vertriebskanälen, wie der aktuelle Vertriebswege-Survey PKV des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson zeigt (VersicherungsJournal 4.11.2016).

So ging der Neugeschäftsanteil (Monatssollbeitrag) der unabhängigen Vermittler zwischen 2011 und 2015 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – um über zwei Prozentpunkte zurück.

Jeweils leichte Anteilsgewinne hatten hingegen die weiterhin klar in Führung liegende Ausschließlichkeit sowie der Banken- und der Direktvertrieb zu verzeichnen. Der kurzfristige Trend in der Ausschließlichkeit und beim Bankenvertrieb zeigt allerdings nach unten.

Bild: Wichert
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Über die Hälfte erwartet steigendes Courtageaufkommen

Die Geschäftsaussichten werden von Maklern und Mehrfachvertretern laut der Marktstudie zum „Asscompact Award private Kranken- und Pflegeversicherung 2017“ der BBG Betriebsberatungs GmbH und der IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH (VersicherungsJournal 14.2.2017) dennoch positiv bewertet.

Der Studie zufolge, die auf einer zwischen Anfang Dezember 2016 und Mitte Januar 2017 durchgeführten Online-Umfrage unter 244 unabhängigen Vermittlern beruht, erwartet mehr als jeder zweite Befragte „viel bessere“ oder zumindest „eher bessere“ Courtageeinnahmen in der PKV-Zusatzversicherung.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier keine gravierenden Veränderungen. Gleiches gilt auch für den Anteil derjenigen unabhängigen Vermittler, die von „viel schlechteren“ beziehungsweise „eher schlechteren“ Courtageeinnahmen für 2017 ausgehen. Der Anteil liegt unverändert bei nur rund einem Zwanzigstel.

Zusatzgeschäft wird immer wichtiger

Vor diesem Hintergrund und in Kombination mit einem erwarteten deutlichen Bedeutungsverlust des Vollversicherungs-Geschäfts (VersicherungsJournal 7.2.2017) ist es nicht verwunderlich, dass der unabhängige Vertrieb im Bereich der PKV-Zusatzversicherung deutlich positiver gestimmt ist.

Während das PKV-Zusatz-Geschäft vor fünf Jahren nur für rund jeden fünften Makler und Mehrfachvertreter eine „(sehr) große“ Rolle gespielt hat, sind es aktuell bereits über 40 Prozent. In fünf Jahren wird dies dann sogar bei fast 60 Prozent der Fall sein, so die Erwartung der Befragten.

Die steigenden Courtageeinnahmen in der PKV-Zusatzversicherung dürften im Ergebnis allerdings nicht die sinkenden Einnahmen im früheren Brot- und Buttergeschäft Vollversicherung ausgleichen, erläutern die Studienautoren.

Zu einem ähnlichen Ergebnis war auch die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH in ihrem „Marktausblick zur privaten Krankenversicherung 2016/17“ (VersicherungsJournal 21.6.2016) gekommen. „Zusatzversicherung: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“, so hatten die Kölner Rater das entsprechende Kapitel in dem Ausblick übertitelt.

Weitere Studiendetails

Die 361-seitige Marktstudie zum „Asscompact Award private Kranken- und Pflegeversicherung 2017“ enthält detaillierte Ranglisten zu Geschäftsanteilen und Vermittlerzufriedenheit in der Zusatzversicherung. Untersucht wurden zudem die Vollversicherung (VersicherungsJournal 7.2.2017) und die Pflegeversicherung.

Der Berichtsband kann für 2.320,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Florian Stasch per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575838 bestellt werden.

 
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