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Wer die meisten Basistarif-Versicherten hat

8.11.2017 – Die DKV hatte zum Jahresende 2016 mit rund 4.300 die größte Anzahl an Versicherten im Basistarif, wie aus einer Analyse der Zeitschrift für Versicherungswesen (Ausgabe 19/2017) hervorgeht. Den numerisch größten Zuwachs gab es ebenfalls bei der Kölner Ergo-Tochter, während prozentual die R+V und die Württembergische vorne lagen. Auf den größten Anteil an Basistarif-Versicherten in Relation zur Vollversichertenzahl kommt die DEVK, auf den kleinsten die Debeka.

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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der versicherten Personen im 2009 eingeführten Basistarif nach Angaben des Verbands der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) um 3,1 Prozent beziehungsweise 900 Personen auf den neuen Höchststand von 30.300 gestiegen. Dies war bereits die dritte Zunahme in Folge, nachdem es 2013 mit der Einführung des Notlagentarifs (VersicherungsJournal 14.6.2013) einen Rückgang um rund zehn Prozent gegeben hatte.

Bild: Wichert

Trotz dieser Steigerung bleibt festzustellen, dass der im Rahmen der Verfassungsklage gegen die Gesundheitsreform von 2007 von den privaten Krankenversicherern befürchtete Run auf den Basistarif (VersicherungsJournal 11.6.2009) ausgeblieben ist.

Denn der Anteil der Basistarif-Versicherten an den insgesamt knapp 8,77 Millionen Vollversicherten (Stand Ende 2016 – VersicherungsJournal 18.7.2017) liegt lediglich bei 0,35 Prozent und damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 (VersicherungsJournal 15.7.2013).

Große Spreizung

Auf Ebene der einzelnen privaten Krankenversicherer zeigt sich jedoch eine große Spreizung des Anteils an Basistarif-Versicherten, wie sich aus den Daten der Analyse „Die PKV im Jahre 2016“ in der Ausgabe 19/2017 der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) errechnen lässt.

Auf den mit Abstand höchsten Wert (Basistarif-Versicherte in Relation zu den Vollversicherten) kommt die sehr kleine DEVK Krankenversicherungs-AG mit 4,70 Prozent. Dahinter folgen die Central Krankenversicherung AG und die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. mit Quoten zwischen knapp 0,9 und gut 0,7 Prozent.

Die niedrigsten Anteile der Basistarif-Versicherten an den Krankenvollversicherten errechnen sich für den Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G., die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG und die LVM Krankenversicherungs-AG (jeweils unter 0,15 Prozent).

Bild: Wichert

Die PKV-Anbieter mit den meisten Basistarif-Versicherten

Die meisten Basistarif-Versicherten hatte Ende 2016 mit über 4.300 die DKV Deutsche Krankenversicherung AG. Der Anteil an den Vollversicherten ist mit 0,55 Prozent überdurchschnittlich ausgeprägt. Dahinter folgen die Debeka mit knapp über 3.000 vor der Central und der Signal Krankenversicherung a.G. mit knapp unter 3.000 Basistarif-Versicherten.

Letztgenannte Gesellschaft firmiert nach der Fusion mit dem Deutschen Ring Krankenversicherungs-Verein a.G. seit Kurzem als Signal Iduna Krankenversicherung a.G. (VersicherungsJournal 29.9.2017). Zusammengerechnet sind es 3.429 Basistarif-Versicherte, die Quote liegt mit 0,56 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt.

Zwischen gut 2.700 und knapp 2.400 Basistarif-Versicherte werden für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (Quote: leicht überdurchschnittliche 0,44 Prozent) beziehungsweise die Axa (minimal unterdurchschnittliche 0,30 Prozent) aufgelistet.

Bild: Wichert

Die Anbieter mit den größten Zuwächsen

Den größten Zuwachs nach absoluten Zahlen hatte die DKV mit knapp 200 zu verzeichnen. Bei der Axa Krankenversicherung AG betrug das Plus 124 Basistarif-Versicherte, bei der Central und der Hansemerkur Krankenversicherung AG waren es jeweils mindestens 80 Personen.

Bild: Wichert

Einzig bei der Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung AG im Raum der Kirchen war die Zahl der Basistarif-Versicherten leicht rückläufig (von 125 auf 122), bei der  Mecklenburgischen Krankenversicherung AG blieb sie im Vergleich zu Ende 2015 konstant. Keine Angaben zu ihren Basistarif-Versicherten machte nur die Continentale Krankenversicherung a.G.

Prozentual gesehen ging es für die R+V Krankenversicherung AG und die Württembergische Krankenversicherung AG mit jeweils über einem Fünftel am stärksten bergauf. Zweistellige Zuwachsraten hatten ferner die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG, die Hansemerkur und die Nürnberger Krankenversicherung AG zu verzeichnen.

Bild: Wichert

Weiteres Kennzahlenmaterial

Im Heft 19/2017 der Zeitschrift für Versicherungswesen können weitere Kennzahlen zur privaten Krankenversicherung im Jahr 2016 nachgelesen werden.

Umfangreiches Zahlenmaterial zur PKV in der Zeitreihe enthält auch der im August erschienene Map-Report Nummer 894 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2007 bis 2016“. Auf 125 Seiten gibt es Übersichten und Grafiken zu diversen Geschäftszahlen wie Beitragseinnahmen (VersicherungsJournal 28.8.2017), Vollversichertenzahl (VersicherungsJournal 18.7.2017, 24.7.2017) und Marktanteilen (VersicherungsJournal 1.9.2017) von bis zu 38 privaten Krankenversicherern.

Die Studie kann als (nicht druckbare) PDF-Datei für 85 Euro und als gedrucktes Heft für 95 Euro, jeweils einschließlich Mehrwertsteuer, unter diesem Link bestellt werden. Die Konditionen für Sammelbestellungen und weitergehende Nutzungsrechte können per E-Mail oder über dieses Kontaktformular angefordert werden.

Leserbriefe zum Artikel:

Johannes Buckel - Es gibt stärkere Probleme als die Basistarifversicherten. mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Basistarif · Geschäftsbericht · Gesundheitsreform · Mapreport · Private Krankenversicherung
 
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