„Swiss Life Maximo“ setzt auf renditeaffine Vorsorgesparer

17.7.2017 – Die Swiss Life hat ihre fondsgebundene Rentenversicherung überarbeitet. Die neue „Swiss Life Maximo“ ermöglicht es Kunden nicht nur in der Ansparphase, sich zwischen verschiedenen Anlagestrategien zu entscheiden. Der Versicherte hat auch in der Phase des Rentenbezugs die Möglichkeit, in Fonds investiert zu sein. Damit kann er flexibel auf die Entwicklung des Kapitalmarkts reagieren und partizipiert im Rentenalter an der Chance, höhere Renditen zu erwirtschaften, meint Makler Philip Wenzel in seinem Gastbeitrag.

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Henry Ford wird öfter mit dem Satz zitiert, dass die Menschen, wenn er sie gefragt hätte, was sie wollen, „schnellere Pferde“ gesagt hätten. Da er offensichtlich nicht gefragt hat, hat er den Automobilbau revolutioniert und die Wünsche der Menschen dabei wohl übertroffen.

Philip Wenzel (Bild: Köhler)
Philip Wenzel (Bild: Köhler)

Um im Bild zu bleiben: Bei der Rentenversicherung wird im Großen und Ganzen immer noch das Gewicht des Sattels optimiert oder mit der Futtermischung experimentiert.

Talsohle kurz vor der Rente

Aus Vertriebsperspektive betrachtet ist es verständlich, dass nur wenige Versicherer es wagen, das Bedürfnis des Kunden nach Sicherheit und Rendite zur gleichen Zeit offensiv zu enttäuschen. Aber die Gleichzeitigkeit dieser widersprüchlichen Wünsche verursacht eben enorme Kosten und es wäre sinnvoller, auf Garantien zu verzichten, um die Renditechancen zu erhöhen.

Bei langer Laufzeit ließe sich bei einer vernünftigen Anlagestrategie, die auf dem Prinzip von Mischung und Streuung beruht, eine ansehnliche Rendite bei relativ hoher Sicherheit generieren. Denn Mischung und Streuung vermeiden Schwankungen per se und lange Laufzeiten relativieren Schwankungen, weil diese nur zeitlich begrenzt auftreten.

So bleibt nur noch das Risiko, mitten in einer Talsohle in Rente gehen zu müssen. In diesem Fall stünde weniger Kapital zur Verrentung zur Verfügung, weshalb die Rente dauerhaft niedriger ausfallen würde. Diesem Risiko begegnet die Neuauflage von „Swiss Life Maximo“ der Swiss Life AG Niederlassung für Deutschland gleich zweifach.

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Ungünstige Marktphasen abwarten

Die überarbeitete Rentenversicherung macht es zum einen möglich, den Rentenbeginn zwischen dem 62. und dem 80. Lebensjahr frei zu wählen. Diese Option ermöglicht es nicht nur, auf die eigenen Lebensumstände zu reagieren und früher oder später in Rente zu gehen. Etwa, weil Krankheit oder finanzielle Belastungen einen dazu zwingen oder es einfach aus freien Stücken gewünscht ist.

Der Versicherte kann mit dieser Option auch ungünstige Marktphasen abwarten. Brechen die Märkte kurz vor Rentenbeginn massiv ein, weil zum Beispiel eine Immobilienblase geplatzt ist, kann er ein oder zwei Jahre abwarten, bis sich der Markt beruhigt hat und wieder das gleiche Kapital wie vor dem Crash im Vertrag ist.

Gäbe es diese Möglichkeit nicht, würde mit Rentenbeginn das dann vorhandene Kapital in das Sicherungsvermögen des Versicherers fließen und dort verbleiben. Dort kann es nicht mehr im gleichen Maß an den steigenden Märkten partizipieren.

Dies ist auch dann ärgerlich, wenn der Rentenbeginn in eine günstige Marktlage fällt. Denn der Anlagezeitraum vom Rentenbeginn bis zum Ableben kann für die Anlage von Vermögen durchaus von attraktiver Dauer sein.

Fondsgebundener Rentenbezug

Das hat Swiss Life auch erkannt und bietet als einer von nicht einmal einer Handvoll Versicherern in Deutschland die Möglichkeit an, auch in der Rentenphase weiterhin in einer der angebotenen Anlagestrategien investiert zu bleiben.

Dieser fondsgebundene Rentenbezug liest sich zunächst nicht besonders spektakulär. Aber rechnet man die Anlage von 100.000 Euro über 20 Jahre, also bis der Rentner 87 Jahre alt ist, mit 2,5 Prozent hoch, die das Sicherungsvermögen mit Überschüssen schaffen kann, ergibt das einen Zinsertrag von 63.862 Euro. Ist der Kunde in Fonds investiert und diese schaffen fünf Prozent, liegt der Zinsertrag bei 165.330 Euro.

Das sind in diesem unverbindlichen und sicher auch laienhaft gerechneten Beispiel 100.000 Euro mehr, die der Versicherte entnehmen und „auf den Kopf hauen“ kann oder die eben seine ausgezahlte Rente erhöhen.

Denn auch im fondsgebundenen Rentenbezug hat er jederzeit die Möglichkeit, Zuzahlungen oder Entnahmen zu tätigen. Das kann zum Beispiel dann interessant werden, wenn die Urenkel heiraten wollen oder wenn ein pflegebedingter Umbau notwendig ist.

Absicherungsmodus I-CPPI

Ebenfalls kann der Kunde, wie in der Ansparphase, jederzeit die Anlagestrategie ändern, falls er auf seine mutmaßlich letzten Jahre kein großes Risiko mehr eingehen möchte. Die Beitragsgarantie zum Ende der Aufschubdauer ist wie gewohnt zwischen null und 80 Prozent wählbar. Sobald eine Beitragsgarantie vereinbart ist, berechnet das Garantiemodell I-CPPI (Individualisiertes Constant Proportion Portfolio Insurance) täglich das notwendige Anlageverhältnis, um die Garantie darzustellen.

Im fondsgebundenen Rentenbezug arbeitet der I-CPPI-Motor unter Berücksichtigung der statistischen Lebenserwartung. Dabei wird – unabhängig vom Garantieniveau in der Aufschubdauer – immer eine Garantierente und eine Gesamtrente gebildet.

Der Rentenfaktor zur Bildung der Garantierente beträgt 75 Prozent des Rentenfaktors bei der klassischen Verrentung, ist aber zu 100 Prozent garantiert. Dadurch hat der I-CPPI-Motor Luft, um sofort in die freie Anlage zu investieren. Die Gesamtrente liegt damit deutlich über dem Niveau klassischer Renten und wird in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation jährlich neu festgelegt.

Unterm Strich betrachtet wäre es wünschenswert, es würden mehr Anbieter einer Rentenversicherung nach dem Vorbild der Swiss Life folgen und einen fondsgebundenen Rentenbezug ermöglichen, damit der renditeaffine Vorsorger auch bis an sein Lebensende an den Märkten teilhaben kann.

Philip Wenzel

Der Autor ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und für die Freche Versicherungsmakler GmbH & Co. KG tätig.

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Fondspolicen · Gewerbeordnung · Immobilie · Rente · Senioren
 
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