Präventive Assistance-Leistungen in der BU-Versicherung

9.1.2018 – Die Serie „Testen Sie Ihr Versicherungswissen“ fragt in Folge 104 nach dem Begriff Assistance-Leistungen. Zugrunde liegt eine offizielle DIHK-Prüfungsaufgabe für angehende Versicherungsfachwirte. Sie müssen sich in Zielen und Arten von Assistance-Maßnahmen auskennen.

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(Bild: Nikolae/Fotolia.com, Pieloth)

Versicherer bieten ihren Kunden mit Assistance-Leistungen Hilfen mit doppeltem Nutzen an: Sie sparen möglicherweise Kosten im Schadenfall und sorgen zugleich für Kundenzufriedenheit.

Was allgemein und speziell von Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherern unter dem Begriff Assistance-Leistungen verstanden wird, listet eine als leicht eingestufte, offizielle Prüfungsfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. (DIHK) auf.

Beantworten müssen sie angehende Versicherungsfachwirte mit Wahlfach „Lebensversicherungen und betriebliche Altersversorgung – Schaden- und Leistungsmanagement“.

Aufgabe – Assistance-Leistungen eines BU-Versicherers kennen

Der Vorstand der Proximus Versicherung AG plant die Einführung von Assistance-Leistungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung, um den Kundenservice zu erhöhen. Sie sollen als Mitglied einer Projektgruppe daran mitwirken.

  • a) Erläutern Sie den Begriff Assistance-Leistungen und deren Zielsetzung.
  • b) Geben Sie je vier mögliche Assistance-Leistungen an, die 1.von Assistance-Unternehmen zur Prävention und 2.von den Versicherungs-Unternehmen selbst nach Eintritt des Versicherungsfalles erbracht werden.

Lösungshinweise

Fachwissen aus dem Handlungsbereich „Lebensversicherungen und betriebliche Altersversorgung – Schaden- und Leistungsmanagement“

Aufgabe

Lösung

a)

Unter Assistance-Leistungen werden

  • Hilfs-,
  • Bestands-,
  • Notfall- und
  • Problemlösungs-Leistungen.

im Zusammenhang mit Not- und Leistungsfällen verstanden. Zusätzlich werden allgemeine Serviceleistungen unter diesem Begriff subsumiert.

Sie werden eingesetzt, um einerseits Schadenkosten zu reduzieren, und andererseits, um die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung zu verbessern.

b) 1.

Zum Beispiel:

  • Hotline,
  • medizinische Beratung,
  • Besuch des Versicherungsnehmers,
  • persönliche Beratung in der häuslichen Umgebung,
  • Neugestaltung des Arbeitsplatzes,
  • Gesundheitsmanagement.

b) 2.

Zum Beispiel:

  • telefonische Unterstützung bei Berufsunfähigkeit.
  • Kunden erfahren im Leistungsfall, welche Schritte zur Beantragung der Berufsunfähigkeitsrente erforderlich sind.
  • Information über den Sachstand der Leistungsbearbeitung.
  • Information über die Ansprüche gegenüber dem gesetzlichen Rententräger und
  • Nennung eines Ansprechpartners.

Frühere Beiträge aus dieser Artikelserie finden sich im Archiv des VersicherungsJournals unter diesem Link.

 
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