Neues rund um Räder

21.4.2017 – Das Jahreswechselgeschäft in der Kraftfahrtversicherung hat einer Studie von Mediaworx zufolge positiven Einfluss auf das Interesse nach weiteren Versicherungsprodukten. Das Beratungshaus rät Versicherern ohne Kfz-Sparte, eine solche doch als Akquisemittel aufzunehmen, um auf ihre Marke aufmerksam zu machen. Die Produktentwicklung von Allianz, R+V und Universa berichten über Neuerungen in ihrem Kfz-Bereich.

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Wenn sich Kunden schon einmal mit ihrer Kfz-Versicherung auseinandersetzen, steigt auch ihr Interesse an anderen Absicherungen. Auf diese Formel lässt sich eine Untersuchung der Mediaworx Berlin AG bringen. Das Beratungshaus hatte in der Jahreswechselsaison via Google die Suchanfragen von 39 Versicherern mit und ohne Kfz-Geschäft untersucht.

Kfz macht Lust auf BU...

„Versicherer, die keine Kfz-Versicherung anbieten, sollten überdenken, ob sie die Kfz-Versicherung nicht doch als Mittel zum Zweck beziehungsweise als Akquisemittel anbieten wollen, um auf die Marke aufmerksam zu machen“, rät Studienautor Marcus Krautkrämer.

Denn der Untersuchung zufolge profitierten Versicherer mit Kfz-Versicherung im November von 18 Prozent mehr Suchanfragen, die sich auf ihre anderen Produkte bezogen. Bei Versicherern ohne Kfz-Angebot erhöhte sich die Zahl der Suchanfragen für Nicht-Kfz-Sparten im gleichen Zeitraum nur um zwei Prozent.

Am stärksten wuchs die Zahl der Suchanfragen bei der Signal Iduna Gruppe mit einem Plus um 53 Prozent, gefolgt von der Aachenmünchener Versicherung AG (plus 46 Prozent) und der Barmenia Allgemeine Versicherung AG (plus 41 Prozent).

Das Produkt mit dem höchsten Interessensanstieg war in der Untersuchung die Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung mit 41 Prozent mehr Suchanfragen. Als einen der Gründe für die höhere Zahl an Suchanfragen nennt die Studie, dass der Weg hin zur Kfz-Versicherung meist über weitere Produkte des Anbieters führe. Aufgrund der vielen Kfz-Versicherungen in Deutschland sei diese Sparte damit hilfreich, um die gesamte Markenbekanntheit zu steigern. Die Studie ist unter diesem Link nachlesbar.

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Mehr und höhere Entschädigung

Bei ihrem neuen Kfz-Tarif hat die Universa Allgemeine Versicherung AG in der Haftpflichtversicherung die Deckungssumme je geschädigte Person auf 15 von zuvor zwölf Millionen Euro erhöht und in den Kaskoversicherungen einige Leistungen erweitert.

In der Teilkaskoversicherung wird seit 1. April bei Zusammenstößen mit Tieren auf die Begrenzung auf Haarwildschäden verzichtet. Zudem gelten alle Tierbissschäden als mitversichert und beziehen sich jetzt auch auf Schäden an Dämmmatten und Achsmanschetten. Die Entschädigungsgrenze für Folgeschäden wurde auf 3.000 Euro verdreifacht.

Bei Diebstahl, Totalschaden und Zerstörung wird bis zu 18 Monate nach Erstzulassung der volle Neupreis erstattet. Bei Unterbrechungen bleibt im neuen Kfz-Tarif der Schadenfreiheitsrabatt bis zu zehn Jahre erhalten. Zudem werden nach einem Totalschaden in der Kaskoversicherung auch die Zulassungskosten bis zu 250 Euro übernommen.

Extras für Elektroautos

Die R+V Allgemeine Versicherung AG bietet in ihrem neuen Tarif ab 1. Juli Besitzern von Elektro- und Hybridfahrzeugen einige spezifische Leistungen. So wird beispielsweise das Abschleppen des Elektroautos bis zur nächsten Stromtankstelle übernommen, wenn das Fahrzeug wegen eines leeren Akkus stehen bleibt. Mobile Ladegeräte bis 1.000 Euro und Ladekabel sind beitragsfrei mitversichert. Altkunden des „Plus-Tarifs“ erhalten diese neuen Leistungen automatisch.

Ohne Aufschlag exklusiv im Plus-Tarif mitversichert sind künftig auch fest montierte Wandladestationen (Wallboxen) bis 1.000 Euro. Darüber hinaus werden die Kosten bis 2.000 Euro für die Entsorgung des alten Fahrzeug-Akkus ersetzt. Bei einem Totalschaden des Akkus (etwa durch Brand) wird weiterhin in den ersten 24 Monaten den Neupreis erstattet, sofern der Akku nicht gebraucht gekauft wurde.

Pilotprojekt: Pannenhilfe

Die Allianz-Geschäftseinheit Allianz Worldwide Partners hat in Stuttgart und Dortmund digitale Pannenhilfe für alle Fahrer von Fahrzeugen bis 2,8 Tonnen gestartet. Unter diesem Link können Kraftfahrer im Pannenfall über Smartphone oder Tablet direkt den Pannenhelfer des Versicherers beauftragen. In der Pilotphase werden Starthilfe, kleinere Reparaturen vor Ort sowie Abschleppen angeboten.

Für eine Starthilfe bei leerer Batterie werden 89 Euro, für Reparaturen vor Ort, bei Reifenpanne mit vorhandenem Ersatzrad, leerem Tank oder Aussperrung 118 Euro und für Abschleppen bei Reifenpanne ohne Ersatzrad, Falschbetankung oder in eine Werkstatt 139 Euro verlangt.

Für Kunden des „Allianz AutoSchutzbriefes“ ist Pannenhilfe im jeweils vereinbarten Rahmen kostenfrei.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsunfähigkeit · Haftpflichtversicherung · Kfz-Versicherung · Kundengewinnung
 
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