Neues aus den Produktschmieden der Krankenversicherer

12.10.2017 – Die Universa hat ihr Vollversicherungs-Angebot ausgebaut. Die Inter führt ein neues Pflegegeld ein. Die Hansemerkur ordnet und erweitert ihr Angebot und die Central stellt die bKV auf neue Füße.

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Die Central Krankenversicherung AG bietet im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) für Inlandsbeschäftigte die modularen Leistungsbestandteile Zahn, Stationär und Vorsorge. Voraussetzung für die „central.business“-Produkte ist eine reine Arbeitgeberfinanzierung.

bKV auch für Angehörige

Die Zahntarife, der Vorsorgetarif und der stationäre Unfalltarif bedürfen einer Unternehmensgröße von mindestens fünf Mitarbeitern, der Stationär-Tarif von mindestens zehn. Bei jedem Tarif müssen mindestens 80 Prozent der versicherungsfähigen Mitarbeiter angemeldet werden.

Die Central verzichtet auf Wartezeiten und eine Gesundheitsprüfung. Ab dem 1. Januar 2018 können auch Angehörige diese Tarife ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten abschließen, wenn sie den gleichen Versicherungsschutz wählen wie im arbeitgeberfinanzierten Programm.

Scheidet der Beschäftigte aus dem Unternehmen aus, kann er privat einen leistungsgleichen Tarif fortführen. Gesetzlich versicherte Mitarbeiter erhalten so Gesundheitsleistungen, die über die Kassenleistung hinausgehen: beispielsweise Zweitbettzimmer und Chefarztbehandlung, bis zu 90 Prozent Erstattung bei Zahnbehandlung und Zahnersatz sowie bis zu 400 Euro pro Jahr für Vorsorgeuntersuchungen. Privat versicherte Mitarbeiter können ihren Versicherungsschutz mit den Leistungsbestandteilen Zahn und Vorsorge ergänzen.

Alle Versicherten der Central Kranken können beim Brillenkauf nun von einer neuen Kooperation mit dem Online-Optiker Mister Spex GmbH durch Rabatte und hochwertigere Produkte profitieren. Sie erhalten auf Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen 18 Prozent Rabatt. Zudem sind bei den Brillen alle Qualitätsgläser superentspiegelt und verfügen über eine Hartschicht-Veredelung sowie UV-Schutz, wird mitgeteilt.

Kein Hausarztmodell mehr

Die Universa Krankenversicherung a.G. führt zu ihrem Vollversicherungs-Angebot den Zusatzbaustein „uni-ZF“ ein. Dieser sorgt dafür, dass das in den Tarifen „uni-intro|Privat 300“ und „uni-intro|Privat 600“ enthaltene Hausarztmodell entfällt. Versicherte können damit direkt zum Facharzt gehen, ohne dass es hier Abzüge gibt.

Durch die neue Dreifach-Kombination können Kunden ihr Preis-Leistungs-Verhältnis individuell zusammenstellen, so das Unternehmen. Der Monatsbeitrag liegt je nach Tarifkonfiguration bei einem Eintrittsalter von 35 Jahren zwischen 325 und rund 400 Euro monatlich, inklusive dem gesetzlich vorgeschriebenen Altersentlastungs-Zuschlag.

Dynamisches Pflegegeld

Bei der Pflegetagegeld-Versicherung „QualiCare“ der Inter Krankenversicherung AG passen sich die Leistungen dynamisch ohne erneute Gesundheitsprüfung alle drei Jahre den allgemeinen Kostensteigerungen – mindestens aber um fünf Prozent – an. Dies gilt auch dann, wenn der Pflegefall bereits eingetreten ist. Bemessungsgrundlage für die Erhöhung ist die vereinbarte Leistung.

Das Pflegetagegeld kann für alle fünf Pflegegrade flexibel gewählt werden. Der Versicherungsschutz gilt auch dann, wenn die Pflegebedürftigkeit nur vorübergehend ist. Im Anschluss an einen vollstationären Krankenhausaufenthalt oder eine Rehabilitationsmaßnahme, wenn mindestens Pflegebedürftigkeit analog Pflegegrad 1 für weniger als sechs Monate vorliegt, beträgt die Leistung drei Promille der vereinbarten Einmalleistung pro Tag für bis zu 90 Tage.

„QualiCare“ gilt weltweit. Für einmalige Begutachtung im Ausland zahlt der Versicherer bis zu 2.500 Euro. Die Kunden haben ein Optionsrecht auf Erhöhung des Versicherungsschutzes von bis zu 20 Prozent der vereinbarten Leistung zum Ende des dritten, fünften und zehnten Versicherungsjahres sowie bei bestimmten Ereignissen.

Neuordnung und Ergänzung

Die Hansemerkur Krankenversicherung AG hat mit „Business Fit“ eine Alternative für Angestellte zu ihrem Produktkonzept „Pro Fit“ entwickelt. Gegenüber dem bestehenden Angebot hat der neue Tarif eine Selbstbeteiligung von 500 Euro und erstattet bei Erstbehandlung durch einen Facharzt nur 80 Prozent der Kosten.

Auch der Erstattungssatz für Psychotherapie fällt mit 70 Prozent niedriger aus. Für Brillen und Kontaktlinsen werden nur 100 Euro alle 36 Monate gegenüber 260 Euro alle 24 Monate übernommen. Neu ist im „Business Fit“ allerdings das Betreuungsgeld bei Krankheit eines Kindes von 500 Euro im Jahr.

Das Konzept zur Beitragssicherung im Alter durch Reduzierung der Prämie (Baustein „BEP“) und des Selbstbehaltes (Baustein „SBE“) kann auch beim „Business Fit“ ergänzt werden.

Für Beamtenanwärter und Referendare bis 39 Jahre führt die Hansemerkur den „Be Fit“ ein. Bei diesem Tarif werden 48 Monate Beitragsstabilität garantiert. Die Produktlinien „Start Fit“ und „Top Fit“ für Selbstständige bleiben unverändert. Auch diese Unisex-Tarife bleiben bis zum 1. Januar 2019 beitragsstabil, so der Versicherer.

Neue Kooperation

Mit dem Vollkosten-Tarif „Kids Fit“ können Kinder bis zum 19. Lebensjahr ohne Selbstbeteiligung auch selbstständig versichert werden. Der Monatsbeitrag für ein Kind bis 14 Jahre beträgt 154,30 Euro und für ältere 161,72 Euro. Mit Ausnahme von Psychotherapie, bei der nur maximal 50 Sitzungen pro Kalenderjahr zu 90 Prozent erstattet werden, werden alle üblichen Kosten, auch für Kieferorthopädie und Heilpraktiker/Naturheilkunde, voll erstattet.

Die Pflegezusatztarife führt der Versicherer jetzt in der neuen Produktlinie „Fit Pflege Zusatz“. Hier gibt es als neue Leistung nun die kostenfreie Erstellung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. Dazu wurde eine Kooperation mit der Deutschen Anwaltshotline geschlossen.

 
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