Neuer Mitgliederrekord in der GKV

10.7.2017 – Im ersten Halbjahr 2017 ist die Mitgliederzahl in der GKV um knapp 420.000 auf annähernd 56 Millionen gestiegen. Aller Kassenarten bis auf die Landwirtschaftliche Krankenversicherung und die Knappschaft Bahn-See konnten Zuwächse erzielen. Seit 2012 gab es einen Zuwachs von 3,8 Millionen GKV-Mitgliedern. Am stärksten gewachsen sind die Ersatzkassen und die Allgemeinen Ortskrankenkassen.

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In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gab es zum Stichtag 1. Juli 2017 einen weiteren neuen Mitgliederrekord, wie aktuelle Zahlen aus dem Bundesgesundheits-Ministerium (BMG) zeigen. Es fehlten nur knapp 2.300 Mitglieder, um erstmals die 56-Millionen-Marke zu überschreiten.

Seit Jahresbeginn hatten die Krankenkassen ein Mitglieder-Plus von knapp 420.000 zu verzeichnen. Dies entspricht in etwa der Entwicklung im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2016 gab es einen Zuwachs um rund 860.000 (VersicherungsJournal 8.2.2017).

Zwei Kassenarten im Minus

An der positiven Entwicklung konnten allerdings nicht alle Kassenarten teilhaben. So hatte die Landwirtschaftliche Krankenversicherung einen Rückgang im mittleren fünfstelligen Bereich zu verzeichnen. Auch bei der Knappschaft Bahn-See gab es Einbußen, und zwar im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Bei den Innungskrankenkassen (IKKen) lag der Saldo hingegen leicht im Positiven. Ein Plus im mittleren fünfstelligen Bereich stand für die Betriebskrankenkassen (BKKen) zu Buche, während die Ersatzkassen immerhin um fast 90.000 Mitglieder zulegten. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen erzielten einen Mitgliederzuwachs von fast 300.000.

Bild: Wichert
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Plus fast vier Millionen seit 2012

Seit Anfang 2012 haben die Krankenkassen über 4,2 Millionen Mitglieder hinzugewonnen. Der Löwenanteil (gut 2,5 Millionen) entfiel auf die Ersatzkassen, wodurch der Anteil an den insgesamt GKV-Mitgliedern von 37,3 auf 39,0 Prozent anwuchs. Die AOK-Mitglieder kommen aktuell auf einen Anteil 36,0 Prozent (plus 0,9 Prozentpunkte beziehunsgweise plus knapp zwei Millionen Personen).

Die BKKen verloren im Betrachtungszeitraum 1,7 Prozent Marktanteil, zum Stichtag 1. Juli 2017 waren es nur noch 14,4 Prozent (Mitgliederschwund: rund 250.000). Dies ist unter anderem auch auf die kassenartübergreifenden Fusion der Deutschen BKK mit der Barmer GEK zurückzuführen (VersicherungsJournal 11.11.2015). Dadurch wanderten über 800.000 BKK-Mitglieder ins Ersatzkassenlager ab.

Bild: Wichert

Die IKKen büßten rund einen halben Prozentpunkt Marktanteil ein (auf 7,2 Prozent), die Knappschaft Bahn-See 0,3 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent und die Landwirtschaftliche Krankenversicherung 0,2 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent

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Gesetzliche Krankenversicherung · Gesundheitsreform
 
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