Marktanteilsgewinner und -verlierer in der PKV

1.12.2016 – Zwischen 2004 und 2015 haben die privaten Krankenversicherer die verdienten Bruttobeiträge um fast 40 Prozent ausgebaut. Den größten Zuwachs erzielte die Ergo Direkt, den geringsten die Signal. Beim Marktanteil konnte ebenfalls die Ergo Direkt am stärksten zulegen, während es bei der Allianz den größten Rückgang gab.

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In den vergangenen zwölf Jahren sind die verdienten Bruttobeitragseinnahmen in der privaten Krankenversicherung um knapp 10,25 Milliarden Euro beziehungsweise fast 39 Prozent auf 36,65 Milliarden Euro gestiegen. Dies ist dem Map-Report Nummer 888 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2004 bis 2015“ zu entnehmen.

Die Anbieter mit dem größten Beitragszuwachs

Zwar konnten zwischen 2004 und 2015 alle im Map-Report aufgeführten Gesellschaften ihr Beitragsvolumen ausbauen, die Entwicklung war aber höchst unterschiedlich. So bewegten sich die Zuwächse auf Zwölfjahressicht in einem Korridor zwischen gut fünf und fast 730 Prozent.

Die größte Steigerung gelang im Betrachtungszeitraum der nicht in der Vollversicherung tätigen Ergo Direkt Krankenversicherung AG, die die verdienten Bruttobeitragseinnahmen von 52,2 auf 431,9 Millionen Euro ausbaute. Damit liegt die Gesellschaft aktuell auf Platz 22 in der Rangliste der größten PKV-Anbieter (VersicherungsJournal 8.11.2016).

Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG konnte ihr Beitragsaufkommen zwischen 2004 und 2015 fast verfünffachen, ist aber mit nur 16,9 Millionen Euro an Beiträgen und rund 1.800 Vollversicherten nach wie vor einer der kleinsten Marktteilnehmer.

Jeweils mehr als eine Verdreifachung stand für die mittelgroßen bis sehr kleinen Anbieter Württembergische Krankenversicherung AG, R+V Krankenversicherung AG und DEVK Krankenversicherungs-AG sowie für die Hansemerkur Krankenversicherung AG zu Buche. Letztere gehört mittlerweile zur Zwölfergruppe der privaten Krankenversicherer mit mehr als einer Milliarde Euro Beitragseinnahmen.

Die Anbieter mit dem niedrigsten Beitragszuwachs

Auf der anderen Seite konnten den Daten des Map-Reports zufolge insgesamt vier Gesellschaften in den zurückliegenden zwölf Jahren lediglich Steigerungen im einstelligen Prozentbereich erzielen.

Nur bei gut fünf Prozent lag der Zuwachs der Signal Krankenversicherung a.G.. Zwischen knapp sieben und knapp acht Prozent Wachstum standen für die Gothaer Krankenversicherung AG, die Mannheimer Krankenversicherung AG und die Allianz Private Krankenversicherungs-AG zu Buche.

Bild: Wichert

Gewinner und Verlierer beim Marktanteil

Letztere hat durch das vergleichsweise niedrige Wachstum massiv Marktanteile eingebüßt und führt die Rangliste der „Verlierer“ zwischen 2004 und 2015 mit einem Minus von 2,6 Prozentpunkten an. Aktuell rund 8,8 Prozent Marktanteil bedeuten allerdings unverändert die dritte Position in der Rangliste.

Deutlich rückläufig war auch der Anteil der DKV Deutschen Krankenversicherung AG, die im Betrachtungszeitraum ebenfalls über zwei Prozentpunkte auf unter 13 Prozent Marktanteil verlor. Dadurch rutschte die Gesellschaft vom Spitzenplatz auf Rang zwei ab.

Marktführer ist seit einigen Jahren der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G., der in den vergangenen zwölf Jahren um über 0,9 Prozentpunkte fast 15 Prozent Marktanteil zulegte. Noch stärker hinzugewinnen konnten lediglich die Ergo Direkt und die Hansemerkur.

Bild: Wichert

Insgesamt stand für 21 private Krankenversicherer ein Plus beim Marktanteil zu Buche, während zwölf Anbieter Einbußen zu verzeichnen hatten.

Weitere Studiendetails

Der Map-Report Nummer 888 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2004 bis 2015“ enthält auf 125 Seiten Übersichten zu diversen weiteren Geschäftszahlen wie Nettorendite (VersicherungsJournal 15.11.2016) oder Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote von bis zu 38 Krankenversicherungs-Gesellschaften.

Für jeden Anbieter werden darüber hinaus auf jeweils zwei Seiten acht Kennzahlen im Langfristvergleich zum Markt tabellarisch und grafisch dargestellt. Bezüglich der Marktanteilsentwicklung zeigt sich so bei der Allianz eine kontinuierliche Abnahme, bei der Hansemerkur hingegen eine kontinuierliche Zunahme.

Bild: Map-Report, Wichert
Bild: Map-Report, Wichert

Das Heft ist lieferbar als (nicht druckbare) PDF-Datei für 89,50 Euro und als gedrucktes Heft für 102,20 Euro, jeweils einschließlich Mehrwertsteuer. Bestellt werden kann unter diesem Link.

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Geschäftsbericht · Mapreport · Private Krankenversicherung
 
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