25.10.2006 – Der kostenlose Download eines Excel-Rechners zur Ermittlung der Versorgungslücken im Pflegefall ist gestern Mittag korrigiert worden, nachdem Leserinnen des VersicherungsJournals ein Fehler aufgefallen war.
Mit dem Rechner kann überschlagen werden, welcher Geldbedarf bei einer ambulanten oder einer stationären Pflege benötigt wird (VersicherungsJournal 24.10.2006).
Dazu kann das im Pflegefall verwertbare Monatseinkommen eingegeben werden, zum Beispiel aus Renten, Pensionen oder aus Berufs- oder Erwerbsminderungs-Renten. Weiter kann ein Geldvermögen eingerechnet werden, das verbraucht werden soll und auch muss, ehe beispielsweise die Sozialhilfe für Pflegekosten aufkommen würde.
Dabei wird eine Verzinsung des Geldvermögens und eine gleichmäßige Entnahme über einen Zeitraum von gut acht Jahren unterstellt.
Anschließend kann der Nutzer nach den jeweiligen Präferenzen festlegen, welchen Geldbedarf er entweder im Fall einer ambulanten oder einer stationären Pflege hat. Falls keine Werte eingegeben werden, legt der Rechner automatisch statistisch durchschnittliche Werte zugrunde. Teilweise deutliche Abweichungen hiervon kann es beispielsweise wegen regional unterschiedlicher Kostenniveaus geben.
Im Ergebnis wird dann eine Rechnung aufgestellt, bei der vom eingegebenen oder statistisch durchschnittlichen Geldbedarf die Leistung der Pflege-Pflichtversicherung abgezogen wird. Hier waren bis gestern Mittag falsche Werte für die Pflegestufen I und II bei stationärer Pflege hinterlegt. Der korrigierte Rechner steht seither zum Download zur Verfügung.
Weiter werden das frei verfügbare Einkommen und das verwertbare Vermögen abgezogen, so dass sich im Ergebnis Versorgungslücken ergeben, die beispielsweise durch Pflege-Ergänzungsversicherungen wie die Pflege-Rentenversicherung oder die Pflege-Tagegeldversicherung geschlossen werden können.
Matthias Beenken
kein AutorVersorgungsrechner ist empfehlenswert. mehr ...
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