Die (un)profitabelsten Rechtsschutzversicherer

11.1.2017 – Fast die Hälfte der 28 größten Rechtsschutzversicherer hat 2015 eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote von unter 100 Prozent erzielt. Am schlechtesten schnitt laut dem „Branchenmonitor: Rechtsschutz-Versicherung 2013-2015“ die Ideal ab, am besten die Allianz.

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Für die deutschen Rechtsschutzversicherer hat sich die Ertragslage 2015 wieder verbessert. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (nach Abwicklung; in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen) ist laut dem Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2016 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. von 102,4 auf 100,0 Prozent zurückgegangen. Die acht Jahre zuvor hatte allerdings noch ein versicherungs-technischer Gewinn zu Buche gestanden.

Bild: Wichert

Die profitabelsten Anbieter

Auf Ebene der einzelnen Gesellschaften hat sich die Zahl der Anbieter mit einer Combined Ratio von unter 100 Prozent von acht auf 13 deutlich erhöht. Dies zeigt der „Branchenmonitor: Rechtsschutz-Versicherung 2013-2015“ von der V.E.R.S. Leipzig GmbH und der Yougov Deutschland AG, in dem zahlreiche Kennzahlen der 28 größten Marktteilnehmer mit rund 95 Prozent Marktanteil dargestellt werden.

Der niedrigste Wert wird mit knapp 83 Prozent für die Allianz Versicherungs-AG ausgewiesen. Für die Gesellschaft stand mit unter 50 Prozent die niedrigste Schadenquote zu Buche. Hinsichtlich der Betriebskostenquote reichte es allerdings nur zu einer Position im unteren Drittel.

Ebenfalls unterhalb der 90-Prozent-Marke lag die kombinierte Schaden-Kosten-Quote der WGV-Versicherung AG, knapp darüber die der Bruderhilfe Sachversicherung AG im Raum der Kirchen. Auf Werte von unter 95 Prozent kamen zudem die Badische Rechtsschutz-Versicherung AG und die Mecklenburgische Versicherungs-Gesellschaft a.G.

Bild: Wichert

Die Gesellschaften mit den höchsten Quoten

Die mit Abstand höchste Combined Ratio hatte die Ideal Versicherung AG mit fast 210 Prozent zu verzeichnen. Die Gesellschaft aus Berlin hat bereits verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Schadensituation (die Schadenquote lag 2015 bei über 170 Prozent), unter anderem in Form von Beitragsanpassungen und neuen Tarifen mit in einigen Bereichen eingeschränktem Leistungsumfang, vorgenommen (VersicherungsJournal 23.5.2016).

Auf vergleichsweise hohe Werte kamen darüber hinaus die Huk24 AG, die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG und die Alte Leipziger Versicherung AG, die zwischen gut 30 und knapp 17 Cent Verlust pro Beitragseuro schrieben.

Bild: Wichert

Der „Branchenmonitor 2013-2015: Rechtsschutz-Versicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig Rechtsschutz sowie Daten zur Bestandskundenanalyse. Die rund 70-seitige Studie kann als PDF-Version für 493,85 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei der Studienverantwortlichen Frau Daniela Fischer per Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Bestandskunden · Geschäftsbericht · Rechtsschutz · Sachversicherung · Schaden-Kosten-Quote
 
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