Die häufigsten Beschwerdegründe beim PKV-Ombudsmann

14.3.2017 – Privatversicherte haben sich im vergangenen Jahr deutlich häufiger über ihren Anbieter beim PKV-Ombudsmann beschwert als im Jahr zuvor, wie die jetzt vorgelegte Kurzfassung des Tätigkeitsberichts 2016 zeigt. Der Großteil der zulässigen Eingaben entfällt weiter auf die Vollversicherung. Hier sind Fragen der medizinischen Notwendigkeit sowie Gebührenstreitigkeiten die häufigsten Beschwerdeanlässe.

WERBUNG
Keine Angst vorm Zahnarzt!
Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich auf eine Zielgruppe zu spezialisieren? Welche Vorteile eine Spezialisierung besonders in Bezug auf Zahnärzte bietet, erfahren Sie hier...

Das Beschwerdeaufkommen beim Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV-Ombudsmann) ist 2016 wieder angestiegen – nach zuletzt vier Rückgängen in Folge (VersicherungsJournal 8.6.2016). Die aktuelle Zunahme betrug über 300 Eingaben beziehungsweise rund 5,4 Prozent – auf 6.084 Anfragen zur Schlichtung.

Dies zeigt die kürzlich vorgelegte Kurzfassung des Tätigkeitsberichts des PKV-Ombudsmanns, die nur aus drei Seiten besteht. Ein ausführlicher Bericht wie in den Vorjahren wird für den weiteren Verlauf des Jahres angekündigt.

Ebenfalls zugenommen haben auch die absolute Zahl der zulässigen Beschwerden beim PKV-Ombudsmann (plus 562 beziehungsweise 14 Prozent auf 4.577) sowie deren Anteil am gesamten Beschwerdeaufkommen (plus 5,6 Prozentpunkte auf 75,2 Prozent). Vor sechs Jahren lagen die Werte allerdings noch rund 350 Eingaben beziehungsweise um über sieben Prozentpunkte (Anteil) höher.

Bild: Wichert

Über vier von fünf zulässigen Eingaben betreffen Vollversicherung

Mit mehr als vier von fünf zulässigen Beschwerden entfiel im Berichtszeitraum erneut der Löwenanteil auf die Krankenvollversicherung (plus 1,4 Prozentpunkte). Im Gegenzug hat sich der Anteil der auf die Zusatzversicherung entfallenden, zulässigen Eingaben um fast einen Prozentpunkt auf unter elf Prozent reduziert.

Mehr als jede 20. zulässige Beschwerde bezog sich auf den Bereich Krankentagegeld, während etwa jede 43. zulässige Eingabe auf den Bereich der Pflegepflicht-Versicherung entfiel. In nicht einmal jedem hundertsten Fall war das Themenfeld Auslandsreise-Krankenversicherung betroffen.

Bild: Wichert

Krankenvoll: Medizinische Notwendigkeit häufigster Beschwerdegrund

Häufigster Beschwerdegrund in der Vollversicherung waren wie in den Vorjahren Fragen im Zusammenhang mit der medizinischen Notwendigkeit einer Behandlungsmaßnahme. Mehr als jede fünfte zulässige Beschwerde fiel in diese Kategorie, unter der alle Eingaben subsummiert werden, in denen es um die Erstattungsfähigkeit von Heilbehandlungen und Krankenhausaufenthalten geht.

Knapp dahinter an zweiter Stelle folgen unverändert Gebührenstreitigkeiten, die ebenfalls mehr als ein Fünftel der zulässigen Eingaben ausmachen. Rund jede siebte zulässige Schlichtungsanfrage betraf das Thema Vertragsauslegungen, fast jede achte den Bereich Arznei-, Hilfs- und Heilmittel.

Beitragsanpassung beziehungsweise -höhe, Probleme beim Tarifwechsel (§ 204 VVG) und Anzeigepflicht-Verletzungen kommen nur auf vergleichsweise geringe Anteile zwischen vier und drei Prozent.

Bild: Wichert
 
WERBUNG
WERBUNG
Die besten Vertriebstipps für Praktiker!

Fondsverkauf einfach gemacht

Warum nicht einfach Fonds verkaufen?

Wie Sie Kunden gewinnen und erfolgreiche Verkaufsgespräche führen.

Mehr Informationen und zur Bestellung...

WERBUNG
WERBUNG
Die Termin- und Empfehlungsquote steigern

Kunden gewinnen mit Vorträgen

Kunden wollen für Themen gewonnen werden. Wie der Vermittler sie in Vorträgen zu Eigeninitiative animiert, zeigt dieses Praktikerhandbuch.

Mehr Informationen...

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
8.6.2016 – 2015 war das Beschwerdeaufkommen beim Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversicherung ein weiteres Mal rückläufig. Worüber sich die Privatversicherten am häufigsten beschwert haben, zeigt der jetzt vorgelegte Tätigkeitsbericht. (Bild: Wichert) mehr ...
 
22.6.2015 – Das Beschwerdekommen beim Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversicherung war 2014 laut dem aktuellen Tätigkeitsbericht ein weiteres Mal rückläufig. Bei den Beschwerdegründen in der Vollversicherung gab es zum Teil kräftige Verschiebungen. (Bild: Wichert) mehr ...
 
28.5.2010 – Wie sich die Beschwerdezahl in der privaten Krankenversicherung entwickelt hat und in welchen Bereichen es die meisten Streitigkeiten gab, zeigt der jetzt veröffentlichte Tätigkeitsbericht des PKV-Ombudsmannes. mehr ...
 
16.11.2016 – „Die vorvertragliche Anzeigepflicht-Verletzung ist so ziemlich das Schlimmste, was ein privat Krankenversicherter tun kann“, heißt es im aktuellen Bafin-Journal. Die Aufsicht gibt Tipps zur Vermeidung. (Bild: Screenshot Bafin-Journal 11-2016) mehr ...
 
23.6.2016 – Der PKV-Verband hat jetzt den Rechenschaftsbericht für 2015 vorgelegt. Das Zahlenwerk gibt interessante Einblicke in die Entwicklung der Versicherten sowie den Wechselsaldo zwischen PKV und GKV. (Bild: Wichert) mehr ...
 
26.1.2015 – Der Versicherer hat einen Tarif zur selbstständigen Berufsfähigkeits-Absicherung mit optionaler Klausel für Beamte und Richter auf den Markt gebracht. Was das Produkt leistet, untersucht Versicherungsmakler und Gastautor Philip Wenzel. (Bild: Wenzel) mehr ...